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Wie wird man Christ?

Wie wird man Christ?

Als Christ wird man nicht geboren, man muß erst einer werden. Aber wie? Man wird nicht dadurch Christ, daß man ein christliches Elternhaus hat, christlich getauft ist, eine christliche Konfirmation / Kommunion erfolgreich hinter sich gebracht hat, christlich getraut und schließlich christlich beerdigt wurde. Christ wird man auch nicht dadurch, daß man sich bemüht, nach christlichen Maßstäben zu leben. Bitte mißverstehen Sie mich nicht: Ich will nichts von alledem schlecht machen!! Aber das macht einen noch nicht zum Christen. Christ ist man, wenn man eine personale Beziehung zu Jesus Christus hat. Und wie geht das vor sich? Das möcht ich Ihnen im folgenden erläutern.

Erst einmal sollte man allerdings vier biblische Tatsachen kennen:

Tatsache Nr. 1:

Gott liebt den Menschen und hat ihn geschaffen zur Gemeinschaft mit sich in Liebe und Gegenliebe.

Tatsache Nr. 2:

Diese von Gott gewollte Gemeinschaft zerstört jeder Mensch durch seine "Autonomie", d.h. er will sein Leben selbst bestimmen und sich nicht von Gott "bevormunden" lassen. Damit schießt der Mensch am Ziel - am ewigen Leben aus und mit Gott - vorbei (das meint das Wort "Sünde" in der Bibel). Der Mensch hat sich getrennt von Gott und damit von der Quelle des Lebens. Das bedeutet, daß der Mensch vom wirklichen, sinnerfüllten Leben ewig getrennt ist. Die Bibel bezeichnet diesen Zustand als "verloren". Keine Religiosität und keine Anständigkeit kann die vom Menschen verursachte Kluft zwischen sich und Gott überbrücken.

Tatsache Nr. 3:

Das Erstaunliche: Gott liebt den Menschen immer noch - und sei es der verhurteste oder versoffenste oder du und ich. Er schickt seinen ewigen Sohn in diese Welt und Zeit, der der einzige Weg wird aus der Verlorenheit des Menschen. Am Kreuz stirbt er, der einzig Reine, der nicht hätte sterben müssen, unseren Tod. Damit bezahlt er einerseits das Lösegeld, um uns aus der Gefangenschaft Satans freizukaufen. Andererseits trifft ihn am Kreuz das "Nein" Gottes, das über unserem rebellischen Leben stand. Am Kreuz nahm er also unseren Platz ein. Er tauschte mit dir und mir. Sein Tod am Kreuz war kein Scheitern eines Idealisten, sondern Jesus ging stellvertretend für uns in das Gericht des heiligen Gottes. Der "Blitz", der mir galt, hat ihn getroffen. Mit seiner Auferweckung am Ostermorgen hat Gott unter den stellvertretenden Sühnetod seines Sohnes sein Siegel gesetzt. Durch Jesus wurde der Weg frei zurück zu Gott und dem ewigen Leben mit ihm. Das bezeichnet die Bibel mit dem Wort "Rettung".

Tatsache Nr. 4:

Der in die (für uns noch) unsichtbare Welt zurückgegangene Jesus tritt irgendwann in unserem Leben durch sein Wort an unser Gewissen heran und weckt es auf. Er ruft uns zu sich und stellt uns so in die folgenschwerste Entscheidung unseres Lebens: Entweder öffne ich ihm mein Leben und lasse ihn mit seiner Vergebung und Rettung hinein und bin bei ihm geborgen in Zeit und Ewigkeit; oder aber ich verschließe mich ihm und bleibe - wenn ich in dieser ablehnenden Haltung ihm gegenüber verharre - in meiner Verlorenheit in Zeit und Ewigkeit. Weil er uns liebt, nimmt er unsere Entscheidung 100%ig ernst. Wenn Sie ihn in Ihr Leben einladen möchten, dann sagen Sie es ihm im Gebet. Beten meint ein ehrliches Reden mit Jesus. Wenn Sie möchten, können Sie auch mit dem abgedruckten Gebet mit ihm reden:

Herr Jesus Christus,
du bist auch für mich gestorben und auferstanden.
Danke, daß du dein Leben für mich gegeben hast.
Am Kreuz hast du meine Schuld auf dich geladen und weggetragen.
Du hast mich aus den Klauen Satans befreit.
Mit deiner Auferstehung hast du meinen Tod besiegt und den Weg in
Gottes Herrlichkeit freigemacht.
Dafür preise ich dich und sage mich von allen Finsternismächten los.
Ich komme jetzt zu dir mit all meinem Versagen und all meiner Schuld.
Ich nehme dich als meinen persönlichen Herrn an.
Danke, daß ich dir auf ewig gehöre.
Danke, daß mich nichts und niemand mehr aus deiner Hand reißen kann.
Amen.

Wenn Sie Jesus ernsthaft Ihr Leben anvertraut haben, sind Sie Christ geworden. Verlassen Sie sich nicht auf Ihre Gefühle! Entscheidend ist die Zusage von Jesus: "Wer zu mir kommt, den weise ich nicht ab" (Johannes-Evangelium, Kapitel 6, Vers 37).
Sie dürfen sich freuen und ihm täglich dafür danken, daß Sie nun auf ewig ihm gehören und er zu Ihnen. Halten Sie das ganz fest. Auch an trüben Tagen. Es gibt Christen, die meinen, sie müßten Jesus spüren. Davon steht in meiner Bibel nichts. Lassen Sie sich da nicht von anderen irre machen. Sie brauchen es nicht zu spüren, sondern dürfen es WISSEN, daß Jesus bei Ihnen ist, weil er seinen Leuten versprochen hat: "Ich bin alle Tage bei euch, bis ans Ende der Welt" (Matthäus-Evangelium, Kapitel 28, Vers 20). Sein Versprechen bricht er nicht. Diese Erfahrung werden Sie machen. Ich würde es Ihnen nicht schreiben, wenn ich es nicht selbst erfahren hätte.

 

Bekehrung: Was ist zu tun?

 

Ist es nicht wunderbar: Jesus möchte Kontakt mit uns haben! Wir brauchen ihn nur in unser Leben einzuladen:

Siehe, ich stehe vor der Tür und klopfe an. Wenn jemand meine Stimme hören wird und die Tür auftun, zu dem werde ich hineingehen und das Abendmahl mit ihm halten und er mit mir.   Offb. 3,20

Leider übersehen viele Menschen den vorausgehenden, einleitenden Bibelvers:

So sei nun eifrig und tue Buße!   Offb. 3,19b

Eigentlich ist es ja logisch: Man wird eingeladen, kommt dann zum betreffenden Haus, aber das Gästezimmer ist besetzt oder schmutzig und in einem Zustand das man es dort nicht aushalten kann. Ist man dann immer noch bereit dort zu wohnen? Und der heilige Gott soll in ein sündiges Herz einziehen? Wie soll das gehen?
Es muß sich also etwas im Leben ändern, damit wir Gemeinschaft mit Jesus Christus haben können. Die Bibel spricht von Buße bzw. Sinnesänderung. Unsere innere Ausrichtung ist nicht mehr weltlich sondern geistlich:

Und stellt euch nicht dieser Welt gleich, sondern ändert euch durch Erneuerung eures Sinnes, damit ihr prüfen könnt, was Gottes Wille ist, nämlich das Gute und Wohlgefällige und Vollkommene.   Römer 12,2


Die Bibel spricht sogar von einer "neuen Kreatur" durch die Bekehrung von einem Leben in Sünde und gottesferne hin zu einem Gott wohlgefälligen Leben.

Darum: Ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur; das Alte ist vergangen, siehe, Neues ist geworden.   2 Kor. 5,17

Diese Umkehr hin zu Gott führt über die Buße.

Die ersten Worte Johannes des Täufers, der Jesus Christus den Weg bereitete, waren "Tut Buße":

Zu der Zeit kam Johannes der Täufer und predigte in der Wüste von Judäa und sprach: Tut Buße, denn das Himmelreich ist nahe herbeigekommen!   Matth. 3,1-2

Jesu erste öffentliche Worte waren: "Tut Buße":

Seit der Zeit fing Jesus an zu predigen: Tut Buße, denn das Himmelreich ist nahe herbeigekommen!   Matth. 4,17

Sämtliche Propheten sprachen von Buße. Letztlich fangen alle Botschaften Gottes an uns mit dem Aufruf zur Buße an!
Was ist aber "Buße"?!?

Die Kirchenväter teilten die Buße in 4 Etappen ein:

  1. Tritio = Sündenerkenntnis
    Der heilige Geist (Joh. 16,7-8) überführt uns unserer Sündhaftigkeit und schafft ein großes Bewusstsein unserer Verlorenheit und Schuld. Dies kann zu schlaflosen Nächten führen. Die Sündenerkenntnis treibt zur seelsorgerlichen Aussprache.
  2. Contritio = Aufrichtige Reue
    Es ist möglich, seine Schuld zu erkennen, bereut sie aber nicht wirklich. Erst wenn wir anfangen Gott wirklich zu lieben, wird uns alles Leid tun, was die Gemeinschaft mit ihm stört!
  3. Confessio = Beichte (Sündenbekenntnis)
    Gottes Wort ruft uns dazu auf, unsere Sünde ans Licht zu bringen und zu bekennen. Jesus Christus möchte uns die Sünden vergeben, dazu müssen wir sie ihm aber bringen. Dies geschieht im Bekennen der Schuld vor Gott im Gebet und nach Möglichkeit auch vor einem Seelsorger bzw. biblisch gläubigen, vertrauenswürdigen Christen. Die Erfahrung zeigt, daß es eine große Hilfe ist einen Zeugen bei dem Sündenbekenntnis dabei zu haben. Daher kann nur dringend zu einem Sündenbekenntnis in Anwesenheit eines Seelsorgers geraten werden!
  4. Operes = Wiedergutmachen
    Hier geht es darum z.B. Schaden zu erstatten, Diebesgut zurück zu bringen usw. Ein Beispiel gibt uns Zachäus, der den betrogenen Menschen sogar das 4fache zurück gab. Sünde gegen Gott kann hingegen durch nichts wieder gut gemacht werden. Deswegen starb Jesus Christus an unserer Statt, damit er uns unsere Schuld vergeben kann.

Ergänzend muss aber auch darauf hingewiesen werden, dass Gottes Wort dazu aufruft, nicht nur die Sünde zu bekennen, sondern auch zu lassen und ein Gott wohlgefälliges Leben zu leben:

Wer seine Sünde leugnet, dem wird es nicht gelingen; wer sie aber bekennt und lässt, der wird Barmherzigkeit erlangen.   Spr 28,13

Seht zu, bringt rechtschaffene Frucht der Buße!   Matth. 3,8

sündige hinfort nicht mehr, dass dir nicht etwas Schlimmeres widerfahre.   Joh. 5,14b

Und Jesus sprach: So verdamme ich dich auch nicht; geh hin und sündige hinfort nicht mehr.   Joh. 8,11b


Ich wünsche Ihnen von Herzen, daß Gottes heiliger Geist Ihr Herz anrührt, Ihnen Ihre Verlorenheit vor Augen stellt - und Sie zu obigen Punkten bereit sind, um ein sinnerfülltes neues Leben im Kontakt mit Jesus Christus anzufangen. Möge Ihnen Gott dazu verhelfen!

Unter Christliche-Seelsorgeadressen finden Sie Kontaktadressen wo Ihnen gerne weiter geholfen wird!

 

Wann ist man ein Christ?

"Ich glaube an Jesus Christus, gehe in die Kirche und tu viel gute Taten! Ich bin also ein guter Christ", so hört man es schon mal. Andere gehören vielleicht zu einer christlichen Partei oder sind getauft und kirchlich verheiratet, und sehen sich daher als Christen mit der klaren Erwartungshaltung, einmal im Himmel aufgenommen zu werden.
Ist dem so? Wann ist man ein Christ?

John Wesley, einer der großen Erweckungsprediger Englands, kam als junger Mann zum Glauben an Jesus Christus und leitete sogar einen so genannten "Heiligen Club". Als aber sein Vater auf dem Sterbebett zu John Wesley vom "Zeugnis des Geistes" sprach, musste John Wesley innerlich zugeben, dass ihm dies noch fremd war. Erst später bekam er dieses Zeugnis. Was meinte der Vater damit?
Die Bibel gibt einen Anhaltspunkt dazu, wer ein Kind Gottes ist:

Gottes Geist selbst gibt Zeugnis unserm Geist, dass wir Gottes Kinder sind.   Römer 8,16

Habe ich dieses Zeugnis? Bin ich ein Kind Gottes?
Zwei Verse vorher wird sogar davon gesprochen, daß Gottes Geist uns nicht nur die Gotteskindschaft bezeugt, sondern einen regelrecht antreibt. Als Gottes Kind erleben wir Gott und sein Reden also ganz offensichtlich ähnlich wie ein Kind seinen natürlichen Vater erlebt!

Denn welche der Geist Gottes treibt, die sind Gottes Kinder.   Römer 8,14

Viele Menschen "glauben" etwas und basteln sich sogar eine eigene "Religion" zurecht - aber sie untersuchen nicht, ob es überhaupt funktioniert bzw. Gott dies bestätigt. Das nicht jeder der sich einbildet ein "guter Christ" zu sein, auch vor Gott ein gültiger Christ ist, sagt Jesus in sehr scharfen und warnenden Worten:

Es werden nicht alle, die zu mir sagen: Herr, Herr!, in das Himmelreich kommen, sondern die den Willen tun meines Vaters im Himmel. Es werden viele zu mir sagen an jenem Tage: Herr, Herr, haben wir nicht in deinem Namen geweissagt? Haben wir nicht in deinem Namen böse Geister ausgetrieben? Haben wir nicht in deinem Namen viele Wunder getan? Dann werde ich ihnen bekennen: Ich habe euch noch nie erkannt; weicht von mir, ihr Übeltäter!   Matth. 7,21-23

Es ist also ohne Zweifel so, dass Kirchenzugehörigkeit, fromme Aktivitäten und ein "sich selbst als Christ sehen" nicht maßgeblich sind. Das Urteil, wer ein Christ in Gottes Augen ist, steht alleine Gott zu - und ER wird es einst beurteilen - nicht wir, Pfarrer, Prediger, Familienangehörige, Kollegen oder sonst jemand!

Was ist aber die Kernbedingung, um ein Kind Gottes zu sein? Wann bekommt man dieses "Zeugnis des Heiligen Geistes"?
Gott hat uns zu seinem Bilde geschaffen, um mit uns in enger Gemeinschaft zu leben. Jesu Worte beinhalten hier ein Wort, das extrem oft in der Bibel verwendet wird und ein Schlüsselwort - vor allem vom Lebenssinn her gesehen - ist: "Erkennen".

Aber Samuel hatte den HERRN noch nicht erkannt, und des HERRN Wort war ihm noch nicht offenbart.   1. Samuel 3,7

Wenn ihr mich (Jesus) erkannt habt, so werdet ihr auch meinen Vater erkennen. Und von nun an kennt ihr ihn und habt ihn gesehen.   Joh. 14,7

Und wie sie es für nichts geachtet haben, Gott zu erkennen, hat sie Gott dahingegeben in verkehrten Sinn, sodass sie tun, was nicht recht ist,   Römer 1,28

Wir sehen jetzt durch einen Spiegel ein dunkles Bild; dann aber von Angesicht zu Angesicht. Jetzt erkenne ich stückweise; dann aber werde ich erkennen, wie ich erkannt bin.   1. Kor. 13,12

Wir sind von Gott, und wer Gott erkennt, der hört uns; wer nicht von Gott ist, der hört uns nicht. Daran erkennen wir den Geist der Wahrheit und den Geist des Irrtums.           1. Joh. 4,6

Wir wissen aber, dass der Sohn Gottes gekommen ist und uns den Sinn dafür gegeben hat, dass wir den Wahrhaftigen erkennen.   1. Joh. 5,20

Was bedeutet dieses "Erkennen"?
Schon ganz am Anfang der Bibel wird dieses Wort erklärt:

Und Adam erkannte seine Frau Eva, und sie ward schwanger und gebar den Kain und sprach: Ich habe einen Mann gewonnen mit Hilfe des HERRN.   1. Mose 4,1

Hier ist also die engste Gemeinschaft gemeint. Mann und Frau werden sexuell eins. Enger geht es körperlich gesehen nicht, und auch psychisch wird man dadurch (solange es nicht nur reine Fleischeslust in der Sünde ist), enger zusammen geführt. Mediziner sprechen davon, dass bei der sexuellen Vereinigung von Mann und Frau ein so genanntes "Treuehormon" im Körper produziert wird. Hier sehen wir auch mit welcher Bedeutung Gott die Sexualität geschaffen hat. Es geht also nicht nur um das Kinder zeugen, sondern auch um die Ehe zu festigen.
Genauso wir in der Ehe Mann und Frau die engste, harmonischste Beziehung zueinander haben sollen, so will Gott mit uns solch innige Beziehung haben.
Die Bibel sagt:

Gott ist Geist, und die ihn anbeten, die müssen ihn im Geist und in der Wahrheit anbeten. Joh. 4,24

Hier erklärt sich auch das "Zeugnis des Geistes": Wir sollen in einer engen, geistlichen Beziehung zu Gott zu leben. Sein Geist hat somit einen engen Kontakt zu unserem Geist.

Doch wie stellt man solch einen geistlichen Kontakt zu Gott her?

Wie viele ihn aber aufnahmen, denen gab er Macht, Gottes Kinder zu werden, denen, die an seinen Namen glauben.  Joh. 1,12

Was meint die Bibel aber nun mit "Jesus Christus aufnehmen"?
Schauen wir uns mal folgenden Vers im letzten Buch der Bibel an:

Welche ich lieb habe, die weise ich zurecht und züchtige ich. So sei nun eifrig und tue Buße! Siehe, ich stehe vor der Tür und klopfe an. Wenn jemand meine Stimme hören wird und die Tür auftun, zu dem werde ich hineingehen und das Abendmahl mit ihm halten und er mit mir.   Off. 3,19-20

Hier spricht Jesus davon, dass wir zu aller erst Buße tun müssen. Mit der Buße fängt es also immer an. Ist dies geschehen, sollen wir Jesus unsere Herzenstür auftun, damit er in unser Leben eintreten kann. Sobald das geschehen ist fängt die enge Gemeinschaft mit Jesus an. (Auch heute ist gemeinsames Essen eine Form von Gemeinschaft und Kontakt. Die Bibel erwähnt es oft in dem Zusammenhang - sogar soll es so im Himmel einmal dazugehören!)

Was ist aber Buße?
Bei Johannes dem Täufer war es die Kernaussage seiner Predigten:

und sprach: Tut Buße, denn das Himmelreich ist nahe herbeigekommen!   Matth. 3,2

Die erste Predigt Jesu ging um die Buße:

Seit der Zeit fing Jesus an zu predigen: Tut Buße, denn das Himmelreich ist nahe herbeigekommen!   Matth. 4,17

Petrus fing damit an zu predigen:

Petrus sprach zu ihnen: Tut Buße und jeder von euch lasse sich taufen auf den Namen Jesu Christi zur Vergebung eurer Sünden, so werdet ihr empfangen die Gabe des Heiligen Geistes.   Apg. 2,38

So tut nun Buße und bekehrt euch, dass eure Sünden getilgt werden.  Apg 3,19

Aber schon zur Zeit von Mose befahl Gott:

und soll als Buße für diese seine Sünde, die er getan hat, dem HERRN darbringen von der Herde ein Muttertier, Schaf oder Ziege, zum Sündopfer, dass der Priester die Sühnung für ihn vollziehe wegen seiner Sünde.   3. Mose 5,6

In den Sendschreiben spricht Jesus oft davon:

So denke nun daran, wovon du abgefallen bist, und tue Buße und tue die ersten Werke! Wenn aber nicht, werde ich über dich kommen und deinen Leuchter wegstoßen von seiner Stätte - wenn du nicht Buße tust.   Offb. 2,5

Tue Buße; wenn aber nicht, so werde ich bald über dich kommen und gegen sie streiten mit dem Schwert meines Mundes.   Offb. 2,16

Und ich habe ihr Zeit gegeben, Buße zu tun, und sie will sich nicht bekehren von ihrer Hurerei.   Offb. 2,21

Wie wir sehen, bedeutet Buße eine Umkehr im Leben und Abkehr von der Sünde.
Jesus bringt als Beispiel Ninive:

Die Leute von Ninive werden auftreten beim Jüngsten Gericht mit diesem Geschlecht und werden es verdammen; denn sie taten Buße nach der Predigt des Jona. Und siehe, hier ist mehr als Jona.   Mt 12,41

Ninive war die Hauptstadt des assyrischen Reiches. Die assyrische Armee war für seine extremen Grausamkeiten bekannt. Auch Israel musste unter diesem Terrorregime stark leiden. Ihre Hauptstadt Ninive wurde auch die "räuberische Stadt" genannt. Gottlosigkeit, sexuelle Unmoral, Trunkenheit und unsagbare Grausamkeit hatten sie für Gottes Gericht reif gemacht. Doch Gott gab diesem Volk noch eine Chance zur Buße: Jona wurde als Prophet geschickt. Das unfassbare geschah: Die ganze Stadt wandte sich vom Bösen ab, fastete und tat Buße in Sack und Asche.

Buße beginnt mit Sündenerkenntnis. Erkennt der Mensch sein falsches Verhalten Gott und den Mitmenschen gegenüber, ist der nächste Schritt die Reue. Viele Menschen erkennen ihre Schuld, es tut ihnen aber nicht aufrichtig Leid und somit folgen keine entsprechenden Taten, die zur Buße gehören.
Jesus sagte:

So sei nun eifrig und tue Buße!   Off 3,19

Johannes der Täufer sagte:

Seht zu, bringt rechtschaffene Früchte der Buße;   Lukas 3,8

Als die Menschen ihn fragten, was dies konkret bedeuten würde, sagte Johannes:

Und die Menge fragte ihn und sprach: Was sollen wir denn tun? Er antwortete und sprach zu ihnen: Wer zwei Hemden hat, der gebe dem, der keines hat; und wer zu essen hat, tue ebenso. Es kamen auch die Zöllner, um sich taufen zu lassen, und sprachen zu ihm: Meister, was sollen denn wir tun? Er sprach zu ihnen: Fordert nicht mehr, als euch vorgeschrieben ist! Da fragten ihn auch die Soldaten und sprachen: Was sollen denn wir tun? Und er sprach zu ihnen: Tut niemandem Gewalt oder Unrecht und lasst euch genügen an eurem Sold!   Lukas 3,10-14

Jesus sagte es zusammenfassend so:

Jesus aber antwortete ihm: "Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und von ganzem Gemüt" (5.Mose 6,5). Dies ist das höchste und größte Gebot. Das andere aber ist dem gleich: "Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst" (3.Mose 19,18). In diesen beiden Geboten hängt das ganze Gesetz und die Propheten.   Matth. 22,37-40

Nach der Buße fängt nun ein "neues Leben" als Christ an:

Darum: Ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur; das Alte ist vergangen, siehe, Neues ist geworden.   2. Kor. 5,17

Die Ausrichtung ist nun ganz anders: Vorher lebte man zum Selbstzweck - nun trachtet man danach Gott zu ehren und ihm zu gehorchen. Vorher war man irdisch gesinnt - nun ist man geistlich gesinnt. Vorher lebte man in der Sünde - nun strebt man nach der Heiligung!

Jagt dem Frieden nach mit jedermann und der Heiligung, ohne die niemand den Herrn sehen wird.   Hebr. 12,14

Weil wir nun solche Verheißungen haben, meine Lieben, so lasst uns von aller Befleckung des Fleisches und des Geistes uns reinigen und die Heiligung vollenden in der Furcht Gottes.   2. Kor 7,1

Denn das ist der Wille Gottes, eure Heiligung, dass ihr meidet die Unzucht.  1. Thess. 4,3

Denn Gott hat uns nicht berufen zur Unreinheit, sondern zur Heiligung.   1. Thess. 4,7

Wie sieht aber dieses Streben nach Heiligung aus?
Zu aller erst ist es eine innere Grundhaltung, ein Leben das vom Geiste Gottes bestimmt wird. Dies äußert sich aber auch für Aussenstehende durch "Früchte des Geistes", die im krassen Gegensatz zu den "Werken des Fleisches" stehen:

Offenkundig sind aber die Werke des Fleisches, als da sind: Unzucht, Unreinheit, Ausschweifung, Götzendienst, Zauberei, Feindschaft, Hader, Eifersucht, Zorn, Zank, Zwietracht, Spaltungen, Neid, Saufen, Fressen und dergleichen. Davon habe ich euch vorausgesagt und sage noch einmal voraus: Die solches tun, werden das Reich Gottes nicht erben.
Die Frucht aber des Geistes ist Liebe, Freude, Friede, Geduld, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut, Keuschheit; gegen all dies ist das Gesetz nicht. Die aber Christus Jesus angehören, die haben ihr Fleisch gekreuzigt samt den Leidenschaften und Begierden. Galater 5,19-24

Kommen wir aber nun zur anfänglichen Frage zurück: Wann ist man ein Christ?
Schon der Name sagt es: Es hat mit Christus und dem Kontakt zu ihm zu tun.
Jesus sagte z.B.

Was nennt ihr mich aber Herr, Herr, und tut nicht, was ich euch sage?   Lukas 6,46

Stellen wir uns mal folgende Fragen:
Habe ich Frieden mit Gott gemacht - oder gibt es noch unbereinigte Schuld im Leben?
Habe ich Kontakt mit Gott? Erlebe ich seine Führung im Leben?
Wer ist der Herr in meinem Leben? Bestimmt Jesus mein Leben oder ich letztlich selber?
Lebe ich in der Heiligung - oder gibt es keinen Unterschied zu weltlichen Menschen?
Lebe ich zu Gottes Ehre - oder suche meinen Vorteil und meine Ehre?
Und schließlich: Bezeugt mir Gottes Geist, dass ich sein Kind bin?

Zusammenfassend kann man also sagen:
Die alles im Leben beherrschende Liebe zu Gott und zum Nächsten, die sich nicht in bloßen Worten sondern in entsprechenden Taten und einem Leben der Heiligung äußert, sowie der persönliche Kontakt zu Gott sind somit Kennzeichen eines wahren Christen.

Ich wünsche einem jedem Leser, dass er das Zeugnis des Heiligen Geistes hat, und somit als glücklicher Mensch Richtung Ewigkeit blicken darf!

 

Erste Schritte im Glauben ...


 Sie haben erkannt, daß Gottes Wort die Wahrheit ist und wollen nun als Christ leben und     

 Jesus Nachfolgen - wissen aber nicht wie es nun weiter geht und was die nächsten Schritte im  

 Glaubensleben sein sollen?
 
 Kaum hatte Petrus die bekannt Pfingstpredigt beendet, kam genau diese Frage auf:

Als sie aber das hörten, ging es ihnen durchs Herz und sie sprachen zu Petrus und den andern Aposteln: Ihr Männer, liebe Brüder, was sollen wir tun?   Apg. 2,37

Auch heute stellt sich diese Frage all den Menschen, die sich Bekehrt haben und nun zu Gottes Ehre leben wollen.
Doch was heißt "bekehrt" bzw. "Umkehr"?
Paulus beschreibt es so:

Auch ihr wart tot durch eure Übertretungen und Sünden, in denen ihr früher gelebt habt nach der Art dieser Welt, ... Aber Gott, der reich ist an Barmherzigkeit, hat in seiner großen Liebe, mit der er uns geliebt hat, auch uns, die wir tot waren in den Sünden, mit Christus lebendig gemacht   Epheser 2,1-5

Wer ohne Gott lebt ist geistlich tot. Wer aber Gottes Gnadengeschenk annimmt - Jesu stellvertretenden Tod für uns - der bekommt wahres Leben. Es ändert sich also etwas wenn man Christ wird!

Darum: Ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur; das Alte ist vergangen, siehe, Neues ist geworden.   2. Kor. 5,17

Wie sieht aber nun die "Änderung" aus? Wie schon erwähnt bedeutet das Leben ohne Gott in Sünde zu leben. Sünde kommt von "Sund" d.h. "Trennung". Sünde trennt somit von Gott.

sondern eure Verschuldungen scheiden euch von eurem Gott, und eure Sünden verbergen sein Angesicht vor euch, dass ihr nicht gehört werdet.   Jesaja 59,2

Das Leben in der Nachfolge Jesu bedeutet also, die Nähe zu Gott zu suchen und alles was diese Beziehung verhindert (Sünde) zu meiden.

Denn so spricht der HERR zum Hause Israel: Suchet mich, so werdet ihr leben.        Amos 5,4

Gottes oberstes Gebot fasste Jesus in diesen Worten zusammen:

Meister, welches ist das höchste Gebot im Gesetz? Jesus aber antwortete ihm: »Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und von ganzem Gemüt« (5.Mose 6,5). Dies ist das höchste und größte Gebot. Das andere aber ist dem gleich: »Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst« (3.Mose 19,18). In diesen beiden Geboten hängt das ganze Gesetz und die Propheten.   Matth. 22,36-40

Gott muss also an erster Stelle in unserem Leben stehen - und mit den Mitmenschen in Harmonie und Nächstenliebe zu leben gehört auch dazu. Halten wir uns vor Augen: Gott möchte Menschen erretten und einst im Himmel mit ihnen enge Gemeinschaft haben. Logischer Weise geht dies nur in Harmonie und wahren Frieden, wenn man Gott alleine als Herren anerkennt, Gott wirklich liebt, und dazu auch Mitmenschen "wie sich selbst" liebt d.h. sich nicht über sie stellt sondern das WIR-Gefühl (heute spricht man auch von "Teamgeist") existiert.
Es nützt somit nichts sich selbst als Christ zu sehen, wenn man nicht diese Liebe zu Gott und den Mitmenschen hat!
Jesus gebrauchte scharfe Worte in diesem Zusammenhang, um falschen Errettungserwartungen entgegen zu treten:

Es werden nicht alle, die zu mir sagen: Herr, Herr!, in das Himmelreich kommen, sondern die den Willen tun meines Vaters im Himmel. Es werden viele zu mir sagen an jenem Tage: Herr, Herr, haben wir nicht in deinem Namen geweissagt? Haben wir nicht in deinem Namen böse Geister ausgetrieben? Haben wir nicht in deinem Namen viele Wunder getan? Dann werde ich ihnen bekennen: Ich habe euch noch nie gekannt; weicht von mir, ihr Übeltäter!    Matth. 7,21-23

"Fromme Taten" alleine sind es also nicht, was einen wahren Christen ausmacht! Was aber dann?
Johannes der Täufer wurde auch dies gefragt und antwortete darauf folgendermaßen:

Und die Menge fragte ihn und sprach: Was sollen wir denn tun? Er antwortete und sprach zu ihnen: Wer zwei Hemden hat, der gebe dem, der keines hat; und wer zu essen hat, tue ebenso. Es kamen auch die Zöllner, um sich taufen zu lassen, und sprachen zu ihm: Meister, was sollen denn wir tun? Er sprach zu ihnen: Fordert nicht mehr, als euch vorgeschrieben ist! Da fragten ihn auch die Soldaten und sprachen: Was sollen denn wir tun? Und er sprach zu ihnen: Tut niemandem Gewalt oder Unrecht und lasst euch genügen an eurem Sold!    Lukas 3,10-14

Es kommt also nicht auf biblisches bzw. frommes Wissen an, sondern auf das rechte HANDELN und LEBEN im ALLTAG!
Im vorangegangenen Vers wies Johannes der Täufer - wie auch Jesus später - auf die so genannte "Frucht" in unserem Leben hin, die Gott erwartet:

Es ist schon die Axt den Bäumen an die Wurzel gelegt; jeder Baum, der nicht gute Frucht bringt, wird abgehauen und ins Feuer geworfen.    Lukas 3,9

Jeder Baum, der nicht gute Früchte bringt, wird abgehauen und ins Feuer geworfen. Darum: an ihren Früchten sollt ihr sie erkennen. Es werden nicht alle, die zu mir sagen: Herr, Herr!, in das Himmelreich kommen, sondern die den Willen tun meines Vaters im Himmel.    Joh. 7,19-21

Was für Früchte meint die Bibel konkret?
Auch hier wird Gottes Wort konkret:

Offenkundig sind aber die Werke des Fleisches, als da sind: Unzucht, Unreinheit, Ausschweifung, Götzendienst, Zauberei, Feindschaft, Hader, Eifersucht, Zorn, Zank, Zwietracht, Spaltungen, Neid, Saufen, Fressen und dergleichen. Davon habe ich euch vorausgesagt und sage noch einmal voraus: Die solches tun, werden das Reich Gottes nicht erben. Die Frucht aber des Geistes ist Liebe, Freude, Friede, Geduld, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut, Keuschheit; gegen all dies ist das Gesetz nicht. Die aber Christus Jesus angehören, die haben ihr Fleisch gekreuzigt samt den Leidenschaften und Begierden. Wenn wir im Geist leben, so lasst uns auch im Geist wandeln.    Galater 5,19-25

Wir sollen also in unserem Alltag nicht für uns leben (was Zank und Spaltung verursacht) noch gegen Gottes Gebote verstoßen, sondern zu Gottes Ehre leben, ihn in Wort und Tat lieben und auch den Mitmenschen mit Freundlichkeit, Güte usw. begegnen.
Wie lernt man aber am besten Frucht zu bringen? Was für Hilfen werden mir geboten?
Gottes Wort sagt dazu:

betet ohne Unterlass!   1. Thess. 5,17

Dein Wort ward meine Speise, sooft ich´s empfing, und dein Wort ist meines Herzens Freude und Trost; denn ich bin ja nach deinem Namen genannt, HERR, Gott Zebaoth. Jeremia 15,16

und lasst uns aufeinander Acht haben und uns anreizen zur Liebe und zu guten Werken und nicht verlassen unsre Versammlungen, wie einige zu tun pflegen, sondern einander ermahnen, und das umso mehr, als ihr seht, dass sich der Tag naht.    Galater 5,19-25

In jedem Fall ist also Gebet (Gottes Nähe suchen), Gottes Wort (Bibel) lesen (z.B. mit Johannesevangelium-Studium Christen (z.b. in Hauskreisen) sehr wichtig.

Suchen Sie also biblisch ausgerichtete Gemeinden/Gemeinschaften von Christen auf, suchen Sie die Nähe zu Gott und forschen sie täglich in der Bibel! Gott möge Sie dadurch reich segnen - und zum Segen auch für andere Menschen werden lassen!