Liebe, Lust, Sexualität ... und die Bibel |
Was hat denn Liebe, Lust und Sex mit der Bibel zu tun, werden Sie vielleicht fragen!
Es gab Zeiten, in denen Sex als "unfromm" oder zumindest als etwas "Niederes" angesehen wurde - zumindest wurde es so nach außen hin suggeriert. Mancherorts scheint sich das bis heute so gehalten zu haben.
Aber spricht sich die Bibel dagegen aus? Ist das Ausleben der Sexualität vielleicht sogar Sünde? Ist Sexualität nur von Gott gegeben wegen der Fortpflanzung - aber ansonsten hat sie im Leben nichts zu suchen?
Es ist schon eigenartig, aber Gott selbst benutzt obige Worte:
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Denn ich habe Lust an der Liebe und nicht am Opfer, an der Erkenntnis Gottes und nicht am Brandopfer.Hosea 6,6 |
Es ist doch seltsam: In Predigten wird über das Geben des Zehnten oder sonstigen Spenden gesprochen - dabei geht es Gott um etwas ganz anderes!
Wenn Opfergaben (Spenden) auch ihre Berechtigung haben, so muss trotzdem gesagt werden, daß Gott auf etwas ganz anderes Wert legt: Gehorsam, Gerechtigkeit und Kontakt mit ihm zu haben! Gott geht sogar soweit Gottesdienste zu verachten - wenn nicht das Leben stimmt:
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Ich bin euren Feiertagen gram und verachte sie und mag eure Versammlungen nicht riechen. Und ob ihr mir auch Brandopfer und Speisopfer opfert, so habe ich kein Gefallen daran und mag auch eure fetten Dankopfer nicht ansehen. Tu weg von mir das Geplärr deiner Lieder; denn ich mag dein Psalterspiel nicht hören! Es ströme aber das Recht wie Wasser und die Gerechtigkeit wie ein nie versiegender Strom. Amos 5,21-24 |
Wir sehen, es kommt Gott wirklich nicht auf Opfer an - zumal wenn sie mit Heuchelei verbunden sind.
Kommen wir aber zurück zu dem, was Gott von uns haben möchte: Wir sollen Gott erkennen!
Wenn wir wissen wollen was die Bibel unter "Erkenntnis" versteht, wird man schon gleich am Anfang der Bibel fündig:
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Und Adam erkannte sein Weib Eva, und sie ward schwanger und gebar den Kain. 1. Mose 4,1 |
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Gott will eine enge, intime Beziehung zu uns haben |
Sicherlich ist es kein Zufall, daß Gottes Wort das gleiche Wort "Erkennen" in Bezug auf Sexualität bzw. die körperlich engste Gemeinschaft zwischen Mann und Frau benutzt, und das gleiche Wort auch in Bezug auf das innige Verhältnis das Gott mit uns haben möchte!
An sehr vielen Stellen der Bibel wird deutlich, daß es einen tiefen Zusammenhang wischen der ehelichen Liebe (incl. Sexualität!) und der Beziehung die Gott mit uns Menschen haben möchte. So spricht die Bibel von Bräutigam (Gott) und Braut (Gemeinde Jesu). Auch das Hohelied der Liebe trieft geradezu von Intimität, wobei gerade im Orient bekannt ist, daß damit nicht "Fleischeslust" sondern die Beziehung Gottes zu den Menschen gemeint ist: Wenn wir nur mal die Augen öffnen würden, könnten wir überall im Alltag Ähnlichkeiten zwischen Gottes Wort und dem alltäglichen Leben sehen:
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Wie schön ist deine Liebe, meine Schwester, liebe Braut! Deine Liebe ist lieblicher als Wein, und der Geruch deiner Salben übertrifft alle Gewürze. Hohelied 4,10 Denn wie ein Mann ein Weib liebhat, so werden dich deine Kinder liebhaben; und wie sich ein Bräutigam freut über die Braut, so wird sich dein Gott über dich freuen. Jesaja 62,5 Es wird aber die Zeit kommen, daß der Bräutigam (Jesus) von ihnen (Jünger) genommen wird; dann werden sie fasten. Markus 2,20 Komm, ich will dir die Frau zeigen, die Braut (Gemeinde Jesu) des Lammes (Jesus wurde das Opferlamm). Offb. 21,9b Gehe hin und predige öffentlich zu Jerusalem und sprich: So spricht der HERR: Ich gedenke der Treue deiner Jugend und der Liebe deiner Brautzeit, wie du mir folgtest in der Wüste, in dem Lande, da man nichts sät, da Israel des HERRN eigen war und seine erste Frucht. Wer davon essen wollte, machte sich schuldig, und Unheil mußte über ihn kommen, spricht der HERR. Jer. 2,2-3 |
Umgekehrt spricht sich die Bibel aber auch gegen Sexualität vor und außerhalb der Ehe aus, wobei im geistlichen auch wieder die Parallele mit Abgötterei besteht:
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Die Frucht aber des Geistes ist Liebe, Freude, Friede, Geduld, Freundlichkeit, Gütigkeit, Glaube, Sanftmut, Keuschheit. Galater 5,22 Die trieben Hurerei in Ägypten in ihrer Jugend; daselbst ließen sie ihre Brüste begreifen und den Busen ihrer Jungfrauschaft betasten. Hesekiel 23,3 Und du bestelltest deine Unzucht wie in deiner Jugend, da die in Ägypten deine Brüste begriffen und deinen Busen betasteten. Hesekiel 23,21 Mein Kind, warum willst du dich an der Fremden ergötzen und herzest eine andere? Sprüche 5,20 auf daß du bewahrt werdest vor der Frau deines Nächsten, vor der glatten Zunge der Fremden. Laß dich nach ihrer Schönheit nicht gelüsten in deinem Herzen, und laß dich nicht fangen durch ihre Augenlider. Denn eine Hure bringt einen nur ums Brot, aber eines andern Ehefrau um das kostbare Leben. Sprüche 6,24-26 |
Gott hat also ein starkes Begehren nach einer sehr engen Gemeinschaft mit uns, die wir nach seinem Ebenbild bzw. "Gegenüber" geschaffen sind - gleich wie die Frau als "Gegenüber" des Mannes geschaffen wurde.
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Und Gott sprach: Laßt uns Menschen machen, ein Bild, das uns gleich sei. 1. Mose 1,26 Es ist nicht gut, daß der Mensch allein sei; ich will ihm eine Hilfe als sein Gegenüber machen, die zu ihm passt. 1. Mose 2,18 |
Hat Gott sein Ziel bei uns erreicht? Leben wir in Harmonie und engster Gemeinschaft mit Gott? Oder trennt uns Sünde von ihm?
Gott benutzt gerade das Bild der Sexualität und erwartet in der Beziehung zu ihm geradezu ein "intimes" Zusammensein! Wie kann er wohl ein Bild gebrauchen, wenn er nicht gleichzeitig auch solch eine enge Gemeinschaft zwischen Mann und Frau erwartet?!?
Ja, Gott gebietet sogar die Sexualität:
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Der Mann leiste der Frau, was er ihr schuldig ist, desgleichen die Frau dem Mann. Die Frau verfügt nicht über ihren Leib, sondern der Mann. Ebenso verfügt der Mann nicht über seinen Leib, sondern die Frau. Entziehe sich nicht eins dem andern, es sei denn eine Zeitlang, wenn beide es wollen, damit ihr zum Beten Ruhe habt; und dann kommt wiederum zusammen, damit euch der Satan nicht versucht, weil ihr euch nicht enthalten könnt. 1. Kor. 7,3-5 |
Wir sehen: Nur eine besondere, begrenzte!!! Zeit in der wir uns "ausklinken" um mal in die Stille mit Gott zu gehen, um seinen Willen zu erfahren und mit ihm zu sprechen, darf uns von dem sexuellen Umgang in der Ehe abhalten! Ja, der Ehepartner der sich sexuell dem anderen Partner verwehrt wird mitschuldig, wenn dieser Fremd gehen sollte, weil Satan gerade hier eine Chance zum Zerstören findet!
Was wird wohl Gott sagen, wenn ein Ehepartner ständig Ausreden hat und sich dem Anderen entzieht ... und damit die Gemeinschaft zerstört!?!
In der Beziehung zu Gott verhält es sich genauso, nur was Gott über uns bei solcher "Sünde" der Ablehnung der innigsten Gemeinschaft mit ihm sagt, ist erschreckend:
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Aber ich habe gegen dich, daß du die erste Liebe verläßt. So denke nun daran, wovon du abgefallen bist, und tue Buße und tue die ersten Werke! Wenn aber nicht, werde ich über dich kommen und deinen Leuchter wegstoßen von seiner Stätte, wo du nicht Buße tust. Off. 2,4-5 |
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Gott erwartet eine enge und intime Ehegemeinschaft |
Ist es nicht oft so: Am Anfang der Ehe kann man nicht dem Anderen nahe genug sein und hat auch oft und intensiven sexuellen Kontakt, aber mit der Zeit ebbt dies ab. Vielleicht sind es die Kinder oder der streßige Beruf der einen abhält. In Bezug auf Gott können es "fromme Werke" sein, die einem vom Gebet abhalten und einen mehr auf die Aufgaben als auf Gott schauen lassen.
VORSICHT! Nicht nur der Ehepartner leidet unter diesem "zurückziehen" sondern genauso auch Gott im geistlichen! NICHTS darf uns von ihm Trennen. ER muss die Nummer eins sein! Genauso wie eine Ehe schließlich einmal zerbricht wenn der Kontakt immer mehr verloren geht, so wird Gott sich auch einmal ganz von einem distanzieren - und dann wehe uns (siehe obige Vers)!!!
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ACHTUNG! Wenn hier von sexueller Intimität die Rede ist, so bezieht sich diese in erster Linie auf "normale" bzw. völlig gesunde Menschen (siehe hierzu auch Matth. 9,12). Zudem geht das sexuelle Verlangen naturbedingt bei zunehmendem Alter zurück - und oft beginnt dafür eine andere, mitunter zartere Zweisamkeit. |
Kommen uns folgende Verse nicht auch in Bezug auf die Ehe bekannt vor?:
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Ich bin der HERR, dein Gott, der ich dich aus Ägyptenland, aus der Knechtschaft, geführt habe. Du sollst keine anderen Götter neben mir haben. 2. Mose 20,2-3 Höre, Israel, der HERR ist unser Gott, der HERR allein. Und du sollst den HERRN, deinen Gott, liebhaben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und mit all deiner Kraft. 5. Mose 6,4-5 |
Wer möchte schon seinen Partner mit jemandem Anderen teilen? Was ist aber gemeint? Sind es nur Götzen die in fremden Religionen verehrt werden und angebetet werden?
Wie ist es in der Ehe? Ist es nur das Fremdgehen was eine Ehe zerstören kann? Kann nicht auch ein Hobby das zu intensiv gepflegt wird und der Partner dabei absolut zu kurz kommt die Beziehung zerstören? Genauso ist es auch in Bezug auf Gott: Fernsehen, Motorrad, Auto, Haus, Beruf usw. usw. können überbewertet werden - und Gott bekommt eine niedere Priorität. Bei wie vielen "Christen" beschränkt sich die Nachfolge letztlich nur auf einen Gottesdienstbesuch pro Woche und vielleicht noch ein Tischgebet?!? Dabei sollen wir ALLEZEIT Kontakt mit Gott suchen!
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Er sagte ihnen aber ein Gleichnis davon, daß man allezeit beten und darin nicht nachlassen soll. Lukas 18,1 Trachtet am ersten nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, so wird euch solches alles zufallen. Matth. 6,33 Haltet an am Gebet und wachet in demselben mit Danksagung; Kol. 4,2 |
Wie sieht unsere Beziehung zu dem Ehepartner aus? Lieben wir ihn wirklich und suchen wir ihm zu gefallen oder suchen wir nur unseren Vorteil?
Und wie sieht es in Bezug auf Gott aus? Brennt die Liebe zu ihm? Was tun wir, um ihm zu gefallen?
Glauben wir immer noch, wir lieben den Partner und Gott, wenn wir es nur mit Worten bekunden? Zeigen wir es auch durch Hingabe: In der Ehe sexuell und bezüglich Gott durch dauerhaftes Gebet und Demut?
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Lege mich wie ein Siegel auf dein Herz, wie ein Siegel auf deinen Arm. Denn Liebe ist stark wie der Tod und Leidenschaft unwiderstehlich wie das Totenreich. Ihre Glut ist feurig und eine Flamme des HERRN, so daß auch viele Wasser die Liebe nicht auslöschen und Ströme sie nicht ertränken können. Wenn einer alles Gut in seinem Hause um die Liebe geben wollte, so könnte das alles nicht genügen. Hohelied 8,6-7 Die Liebe ist langmütig und freundlich, die Liebe eifert nicht, die Liebe treibt nicht Mutwillen, sie bläht sich nicht auf, sie verhält sich nicht ungehörig, sie sucht nicht das Ihre, sie läßt sich nicht erbittern, sie rechnet das Böse nicht zu, sie freut sich nicht über die Ungerechtigkeit, sie freut sich aber an der Wahrheit; sie erträgt alles, sie glaubt alles, sie hofft alles, sie duldet alles. 1. Kor. 13,4-7 Ich bin gekommen, daß ich ein Feuer anzünde auf Erden; was wollte ich lieber, denn es brennete schon! Lukas 12,49 Niemand hat größere Liebe denn die, daß er sein Leben läßt für seine Freunde. Joh. 15,13 Jesus aber sprach zu ihm: "Du sollst lieben Gott, deinen HERRN, von ganzem Herzen, von ganzer Seele und von ganzem Gemüte." Dies ist das vornehmste und größte Gebot. Das andere aber ist ihm gleich; Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst. In diesen zwei Geboten hängt das ganze Gesetz und die Propheten. Mt 22,37-40 |
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Kleiner Exkurs über die Heiratspraxis bei den Juden zur Zeit Jesu: |
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Liebe kann unmöglich erzwungen werden - sie kann einem nur geschenkt werden! |
In einer "normalen" Ehe gehört der Besitz beiden Partnern (Gütergemeinschaft). Was man an Materiellem dem Ehepartner schenkt, könnte er sich somit auch selbst kaufen, und muss nicht zwangsläufig aus der Liebe heraus kommen.
Etwas anders sieht es mit etwas Kreativem aus (z.B. Karte, Gedicht), da man sich hier Gedanken und Mühe machen muss. Dies könnte man in Bezug auf Gott mit der Nachfolge und aktivem Christsein (Diakonie usw.) vergleichen.
Aber die höchste Form des Liebesbeweises (der auch NUR dem Partner vorbehalten sein darf) ist die totale Hingabe, die auch die körperliche Vereinigung (Sexualität) einschließt!
Aber ACHTUNG! Liebe heißt nicht, sich nur dann dem anderen hin zu geben, wenn man gerade selbst "Lust" hat. Wahre Liebe gibt sich auch DANN (und das freiwillig) dem Ehepartner sexuell hin, wenn DER EHEPARTNER danach ein Bedürfniss verspürt:
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Die Liebe sucht nicht das Ihre (sondern das Wohl des Anderen) 1. Kor. 13,5 |
Wahre Liebe hat das Wohl des Anderen vor Augen, was aber wiederum nicht zwangsläufig der Wunsch des Partners sein muss (z.B. übermäßigen Alkoholkonsum zu unterstützen). Wenn wir Gott wirklich lieben, suchen wir nicht alleine den Zeitpunkt der innigen Gemeinschaft mit ihm aus, sondern lassen uns von ihm uns seinem Geist leiten (Joh. 3,8).
Wie sieht die Bibel aber Sex?
Die Bibel geht zwar nicht so sehr auf die Praxis ein, sieht aber Sex als etwas absolut normales und gottgewolltes an und spricht ganz natürlich z.B. vom Liebreiz der weiblichen Brüste, einem "besteigen des Palmbaumes" (Frau) bis hin zum "ergötzen" an der gemeinsamen Sexualität:
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Dein Wuchs ist hoch wie ein Palmbaum, deine Brüste gleichen den Weintrauben. Ich sprach: Ich will auf dem Palmbaum steigen und seine Zweige ergreifen. Laß deine Brüste sein wie Trauben am Weinstock und den Duft deines Atems wie Äpfel. Hohelied 7,8-9 Ich bin eine Mauer und meine Brüste sind wie Türme. Da bin ich geworden in seinen Augen wie eine, die Frieden findet. Hohelied 8,10 Freue dich an der Frau, die du jung geheiratet hast. Sie soll dir viele Kinder schenken! Anmutig wie eine Gazelle ist sie. Ihre Brüste sollen dich immer berauschen, in ihren Armen kannst du dich selbst vergessen! Sprüche 5,18-19 (Übersetzung: "Die gute Nachricht") Dein Born sei gesegnet, und freue dich des Weibes deiner Jugend. Sie ist lieblich wie die Hinde und holdselig wie ein Reh. Laß dich ihre Liebe allezeit sättigen und ergötze dich allewege in ihrer Liebe. Sprüche 5,18-19 (Übersetzung: "Lutherbibel") |
Laut medizinischer Forschung wird beim Sex ein so genanntes "Treuehormon" ausgeschüttet, das die Bindung festigt!
Gott hat den Menschen also nicht nur zur Fortpflanzung mit der Sexualität ausgestattet, sondern auch als ein extrem wichtiges Bindeglied zwischen Ehepartnern. Andererseits erkennt man aber auch darin, daß Sexualität absolut nicht für flüchtige Beziehungen geschaffen wurde und nur im Rahmen einer Geborgenheit gebenden Ehe tiefes, inniges Glück verspricht.
Noch ein Wort zum Sex außerhalb der Ehe bzw. bei lockeren und wechselnden Beziehungen:
Psychologen behaupten, eine Frau denke im tiefsten Inneren (ist ihr vielleicht nicht einmal bewußt) immer an den ersten Sex-Partner. Wenn man dazu an das "Treuehormon" denkt, verwundert es nicht, wenn statt Lust nur noch sexueller Frust in vielen Ehen herrscht! Nicht ohne Grund verbietet die Bibel Sex außerhalb der Ehe! Das was von Gott als Krönung der ehelichen Beziehung geschaffen wurde verliert dadurch an Substanz. (In dem Zusammenhang sei auf die Initiative www.wahreliebewartet.de hingewiesen)
Es ist tragisch, daß Satan (auch "Durcheinanderbringer" genannt) gerade diesen wichtigen Bereich bei sehr vielen Ehen auf den Kopf gestellt hat: Was in die Ehe gehört und als Segen gedacht ist wird aus der Ehe verbannt, und statt dessen zur billigen Ware außerhalb der Ehe gestellt, wo sie nicht hingehört!
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Gott und Partner müssen ganz oben auf der Prioritätenliste stehen |
Wie wir sehen spricht die Bibel bei "wahrer Liebe" von einem Feuer, daß sich selbst für den anderen aufopfert und verzehrt!
Bitte frage Dich: Liebst Du wirklich Gott? Liebst Du ihn wirklich von ganzem Herzen und allen Kräften, wie es sein Wort fordert?
Und liebt Du wirklich Deinen "Nächsten"? Wenn schon Jesus einen "Gastarbeiter" (so würden wir heute sagen) als Nächsten ansieht, wie viel mehr ist unser Ehepartner unser "Allernächster", den wir lieben sollen! Liebst Du Deinen Ehepartner in aufopfernder Weise, wie es Gottes Wort fordert? Geht es immer nur nach "Deinem Dickkopf" - oder versuchst Du die Wünsche des anderen zu erfüllen?!?
An dieser Stelle sei noch eine Warnung gegeben: Eine Liebesbeziehung kann nur dauerhaft bestehen wenn BEIDE Seiten daran arbeiten! Gott liebt uns, aber wenn wir uns von ihm abwenden wird er auch seinerseits nicht an einer Beziehung festhalten - und dies betrifft nicht nur die Zeit hier sondern auch die Ewigkeit!!! Genauso gibt es keine glückliche Ehe, wenn nicht BEIDE Seiten daran arbeiten!
Sex vor der Ehe: Kein Thema!? |
Wir leben in einer aufgeklärten Gesellschaft. Sex ist schon lange kein Tabuthema mehr, es wird offen darüber geredet. Jeder scheint sich auszukennen und weiß, teils theoretisch, teils praktisch, schon lange vor dem peinlichen Vater-Sohn-Gespräch (gibt es das heute denn überhaupt noch?) über Bienchen und Blümchen Bescheid. Zeitschriften, Fernsehen und Internet klären uns auf. Aber sind wir vielleicht zu oder nicht genug (über alles) aufgeklärt? Schenkt man nämlich Medienberichten und gewissen Jugendzeitschriften Glauben, so begegnet uns heute die "Handhabung" der Sexualität in einer unvorstellbaren Art und Weise:
- Ungefähr ein Viertel der 14- Jährigen haben bereits den ersten Geschlechtsverkehr gehabt.
- Die Mehrheit erlebt ihr "erstes Mal" bereits zwischen 15 und 17, manche aber auch schon mit 12 Jahren.
- 60% der Jungen sind bereit für "One-Night-Stands".
- Man wird als Jungfrau unter Jugendlichen als "uncool" abgestempelt oder gar ausgelacht.
- Bevor man heiratet, muss man doch geübt haben, damit es keine Enttäuschungen gibt.
- Viele in einer festen Beziehung lebende Menschen machen heutzutage öfter mal einen Seitensprung. Dieser bringt doch das eigene Liebesleben in Schwung!?
Ist das ein Bild der Wirklichkeit? Ist solch ein Verhalten denn normal? Falls ja, wer möchte schon als "abnormal" abgestempelt werden, mit anderen Ansichten auffallen und sich von der Masse distanzieren? Welchen Stellenwert hat Sex in unserer Gesellschaft? Gibt es einen Unterschied zwischen Sex und Liebe? Was passiert beim Sex mit zwei Menschen? Wie kommt man überhaupt auf die Idee, Sex nur in der Ehe zu haben, und was soll das bringen? Welche Hinweise erhalten wir von der Bibel, und wie sollen wir uns verhalten? Mit diesen und weiteren Fragen setzt sich der Text auseinander und wirft auch einen "tieferen" und zugleich völlig anderen, nämlich christlichen, Blick auf die "schönste Sache der Welt".
Welches Bild zeigen uns die Medien?
Die Frage: "Ist Sex vor der Ehe in Ordnung?" scheint sich der breiten Bevölkerung heutzutage nicht mehr zu stellen. Wieso denn auch? Alle tun es doch! Die Zeiten sind vorbei, in denen die Sexualität etwas Privates und Persönliches zwischen zwei Menschen war. Immer mehr wird sie der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Was früher noch als Skandal in den Schlagzeilen stand, gehört heute schon längst zum "normalen Verhalten". Ungeniert und schamlos wird das ehemals intime Thema als gefundenes Fressen von der Comedy aufgegriffen und in Talkshows zerredet. Auch morallose amerikanische Sendungen dienen der Belustigung des Volkes. Meines Erachtens präsentieren uns die Medien beim Thema "Sexualität" ein allzu übertriebenes Bild. Dabei geben sie zwar vor, die Wirklichkeit zu spiegeln, aber sie produzieren eben diese. Sie zeigen nämlich oft nicht das, was real ist, sondern legen fest, wie es sein soll. Und jeder Mensch, der dies nicht reflektiert, wird die Meinung der Medien als wahr akzeptieren. Blinde Menschen ahmen also unbewusst das ihnen in den Medien gezeigte, scheinbar "normale", Verhalten nach und machen so aus der vorgegaukelten Welt eine wirkliche. Fragt ein 17-Jähriger sich etwa nicht, warum er noch Jungfrau ist, wenn scheinbar alle Gleichaltrigen laut Medien bereits Sex hatten? Kommen da denn keine Selbstzweifel? Also "macht" man es eben auch und so produzieren die oben angeführten Medienberichte selbst Wirklichkeit, weil nicht nachdenkende Menschen sich zu diesem scheinbar normalen Verhalten verführen lassen. Werden Medien hier ihrer Verantwortung gerecht?
Vielleicht kann ein anderes Beispiel aus der Medienwelt diese Annahme verdeutlichen: Aus Unterhaltungsgründen kommt es in gespielten Richtersendungen, die nachmittags im TV zu sehen sind, des Öfteren zu verbalen Attacken, Wutausbrüchen und Handgemengen. In der Realität beklagen Richter das zunehmende Fehlverhalten in ihrem Gerichtsaal und führen dies auf ein verzerrtes Bild zurück, das von den Medien hervorgerufen wird.
Selbst wenn die Medien in ihren Beiträgen zum Übertreiben neigen, kann man dennoch eine vermehrte sexuelle Offenheit beobachten, und es lässt sich eindeutig eine Tendenz in Richtung Legitimation der Schamlosigkeit, Hemmungslosigkeit und Freizügigkeit feststellen. Aber ist das nicht der Lauf der Dinge? Die Gesellschaft entwickelt sich rasant weiter, also auch Werte, Einstellungen und Verhaltensweisen. Wir sind nun mal moderne Menschen. "Sex nur in der Ehe" ist doch eine überholte, allzu konservative Tradition. Wer sich an so etwas hält ist doch unnormal, verklemmt, spießig, nicht aufgeklärt oder gar weltfremd. Stimmt das?
Die gesellschaftliche Entwicklung treibt uns voran
Das Intimwerden zweier Menschen als ursprünglich vertrautes und geheimes Einswerden ist in unserer Zeit öffentlich und medienwirksam geworden. Attraktive Frauen werden freizügig präsentiert als jederzeit willige "Objekte der Begierde". Äußere Reize stehen im Vordergrund mit dem Ziel, die Lust zu entfachen. Wer kann bei so viel Freizügigkeit seine Hormone noch in Schach halten? Im Klatsch und Tratsch der Presse erfährt man alles über das Liebesleben prominenter Personen, wie es vordergründig "normal" scheint. Die Flut nackter Tatsachen begegnet uns Menschen, droht uns aber zu überschwemmen, weil wir nie Schwimmen gelernt haben.
Der angesprochene Sexualtrieb treibt uns dazu, dass wir ihm nachgehen und nachgeben. Die dabei empfundene Lust (Sex als Ventil) ist aber nur von kurzer Dauer. Dies macht auf lange Sicht nicht glücklich. Man bekommt nie genug und will immer mehr. Außerdem kann das kurze Glücksgefühl der echten Lebensfreude, dem langfristigen Wohlbefinden niemals das Wasser reichen. Viele sehnen sich nach der "wahren Liebe", aber scheitern an kurzen Ekstasezuständen. Es zeigt sich bereits hier, dass Sex ein sehr schöner Teil der Liebe aber nicht mit ihr gleichzusetzen ist, worauf an späterer Stelle genauer eingegangen wird.
Der Wunsch nach einer festen verbindlichen Beziehung scheint heutzutage sowohl bei jüngeren als auch älteren Menschen weniger stark ausgeprägt zu sein. Man will sich keinesfalls festlegen oder an jemanden binden, es könnte ja noch "etwas Besseres" kommen. Dieses Verhalten entspringt auch dem Bedürfnis nach Selbstbestätigung. Man will herausfinden, wie viele man "haben" kann. Je mehr "Erfolg" ich habe, desto mehr gelte ich wohl in dieser Welt. Außerdem beugt man bei dieser "Bäumchen-wechsel-dich"- Mentalität einer eventuellen Langeweile vor. Man befürchtet, ein tolles Erlebnis, ein Glücksgefühl oder die Erfahrung des eigenen Körpers verpassen zu können. Lieber lässt man sich doch mit dem Zeitgeist, frei wie ein Vogel (= vogelfrei?) von Nest zu Nest treiben. Je weniger ich den Partner kenne, desto geringer fällt ja auch eine eventuelle Verletzung aus, sollte man sich wieder trennen. So suchen sich viele Jugendliche ihre "Sexpartner" für ein kurzes Abenteuer in Diskotheken. Und in dieser Anonymität ist niemand dem Gegenüber Rechenschaft schuldig, man geht keinerlei Verpflichtungen ein und muss keine Verantwortung übernehmen. Man geht also ganz unverbindlich eine Verbindung ein (s.u.: Sex ist mehr). Legt man sich einmal fest, müssen nämlich Kräfte mobilisiert werden, und es muss so einiges in eine auf Dauer angelegte Beziehung investiert werden, damit sie funktioniert. Dies ist mit "unnötiger" Anstrengung verbunden, könnte man es doch so viel leichter haben. Ist das der Grund, warum wir uns Lebensabschnittspartner zulegen? Einen passenden für jedes Lebensalter, für jede Gefühlslage? Mein Geschmack ändert sich, wieso also nicht auch mein Partner? Viele Erwachsene können an dieser Stelle ihrer Vorbildfunktion nicht gerecht werden. Der Wunsch nach tiefer Geborgenheit, nach Familie und Zusammenhalt, nach einer Person, mit der ich mein Leben teilen möchte, erwacht meist erst im reiferen Alter.
Wenn es stimmt, dass sexuelle Erfahrungen immer früher, wenn nicht sogar im Kindesalter gesammelt werden, stehen wir vor folgender Gefahr: Verfrühte sexuelle Beziehungen können die seelische Reifung behindern! Die Pubertät setzt immer früher ein, oft vor der seelischen Reife. Biologisch Sex haben zu können, bedeutet jedoch noch lange nicht, es "seelisch" verkraften zu können. Es stellt sich die Frage, ob Kinder das verarbeiten können, was mit ihnen als Person passiert. Betroffene können dazu neigen, ihren Wert aus den Beurteilungen anderer zu beziehen. Noch bevor die eigene Identität gefunden ist, ist der Partner gefunden. Also: Frühe sexuelle Kontakte können zu seelischen Verletzungen oder Schäden führen, die für das spätere Leben eine Belastung sein können.
Zu den Begriffen "Sex" und "Liebe".
Der Versuch, Sex und Liebe zu trennen, schlägt fehl, auch wenn einige Menschen behaupten, Sex sei für sie nur ein Sport: "Matratzensport". Sex ohne Liebe ist lediglich die Erfüllung der eigenen, selbstsüchtigen Wünsche. Ebenso kann man Sex nicht von Emotionen trennen. Man schläft nicht nur körperlich mit einem anderen Menschen, stets spielen Gefühle eine wesentliche Rolle. Sex betrifft das ganze Wesen, also Leib, Seele und Geist. Es handelt sich hierbei sowohl um eine körperliche als auch um eine emotionale Bindung, die ich mit dem Partner eingehe. Ebenso falsch ist auch die Annahme, Sexualität sei mit Liebe gleichzusetzen: "Lass uns "Liebe" machen!". Die Begriffe sind keineswegs gleichwertig zu betrachten. Das Bedürfnis nach Liebe kann Sex nicht befriedigen. Ein leeres Herz kann nicht durch Sex gefüllt werden.
Die Sexualität lässt sich auch nicht von der Liebe trennen: Man gibt sich preis, öffnet sich dem Anderen und macht sich verletzlich. Es muss eine gewisse Vertrautheit und Nähe zwischen zwei Menschen existieren, nicht nur ein körperliches Verlangen oder ein "Hingezogenfühlen". Sex gehört demzufolge in eine gereifte und vertiefte Beziehung. Sex ist die Krone der Liebe, das "I-Tüpfelchen"! Es ist eine sehr private und schöne Möglichkeit, seine Liebe zueinander auszudrücken. So könnte man den Slogan: "Kein Sex vor der Ehe!" etwas umformulieren zu: "Kein Sex vor der Liebe!" Also: Erst die Liebe, dann der Geschlechtsverkehr. Verkehrt sind oft Beziehungen, die auf Sex und somit auf Sand gebaut sind. Sie sind wenig standhaft. Man hat zwar etwas, bei dem man sich auf einer Wellenlänge befindet, doch bleibt man oft hungrig nach Liebe. Selbst zur Schlichtung von Streit wird in solchen Beziehungen miteinander geschlafen, was eine kurze Besserung verspricht, aber nicht die tiefen Verletzungen heilen kann.
Sex ist mehr...
Es liegt auf der Hand, dass Sex zu haben mehr ist, als Flüssigkeiten auszutauschen. Man vereint sich körperlich und seelisch. So heißt es auch bei kirchlichen Trauungen:
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Darum wird ein Mann seinen Vater und seine Mutter verlassen und seinem Weibe anhangen, und sie werden sein ein Fleisch. 1 Mose 2, 24 |
Die elterliche Beziehung wird aufgegeben, eine neue Beziehung hergestellt. Das Wort "anhangen" bedeutet soviel, wie: "ankleben". Eine nachträgliche Trennung ist also kaum oder nur unter starken Schmerzen (seelischer Art) möglich. Ein Fleisch zu trennen hinterlässt tiefe Wunden. Lässt man sich also auf Sex ein, so besteht eine starke Bindung zwischen Mann und Frau. Es herrscht zwischen den beiden eine vertraute Atmosphäre. Sie haben etwas gemeinsam. Man entdeckt Gefühle füreinander und der Sexpartner hat Eindruck hinterlassen. Er/Sie wird (auch wenn man es nicht bewusst möchte) in Erinnerung bleiben. Manche Bilder und Gefühle wird man voraussichtlich nie vergessen können. Dies ist auch dann unvorteilhaft, wenn man nun mit jemand Anderem schläft: Man kommt schnell ins Vergleichen! Dabei gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder freut man sich, dass es jetzt besser ist, oder man ist enttäuscht, wenn es nicht so läuft. Es besteht die Gefahr, dass man von seinem Partner etwas fordert, was dieser eigentlich nicht möchte. Im Extremfall wird während des Aktes an den ehemaligen Partner gedacht, oder man sucht sich den tollen Sex wieder bei anderen. Es ist also nicht sinnvoll, Erfahrungen zu sammeln. Sie stehen letzten Endes nur zwischen mir und meinem aktuellen Partner.
"Ich kauf doch auch keine Schuhe, ohne vorher reingeschlupft zu sein"
Hat man sich einmal gefunden: Sollte man da nicht schon vor der Ehe wissen, ob die Chemie stimmt, ob zwei Menschen auch auf sexueller Ebene harmonieren? Man möchte ja nicht enttäuscht sein, wenn es nicht klappen sollte!
Sexualität ist ein Prozess, in dem sich zwei Menschen Schritt für Schritt näher kommen (und nicht: "Rein, raus, fertig. Der Nächste bitte!"). Man sammelt gemeinsam Erfahrungen, nähert sich einander an und ist auch vor Rückschlägen nicht sicher, besonders dann, wenn man verschiedene Vorstellungen von "gutem Sex" hat. Diese verschiedenen Vorstellungen werden wiederum durch die oben angesprochene Macht der Medien geprägt. Enttäuschungen sind dementsprechend vorprogrammiert, entpuppt sich die Frau nicht als das willige Objekt der Begierde, als das es stets präsentiert wird. Es ist also umso wichtiger, sich gemeinsam auf den Weg zu begeben, um dabei die Bedürfnisse des Anderen verstehen und sich nach und nach kennen zu lernen. Also: Keine Angst davor, die "Katze im Sack" zu kaufen. Beide Partner lernen voneinander und bereichern sich gegenseitig.
Eine Jungfrau heiraten ist erstrebenswert!?
Bei vielen Menschen ist immer noch der Wunsch vorhanden, eine Jungfrau heiraten zu dürfen, obwohl man diesem Ideal vielleicht selbst nicht mehr entsprechen kann. Jemanden zu finden, der noch "rein" und "unbefleckt" ist, scheint ein erstrebenswertes Ziel zu sein. Da spielt es keine Rolle, dass der Partner noch unerfahren ist und es vielleicht nicht auf Anhieb klappt. Natürlich hat es Vorteile, eine Jungfrau zu heiraten: Nicht nur, weil man sie als Erste/r "erobern" darf, es schafft auch automatisch eine beruhigende Atmosphäre. Man muss nicht in dem Maße Angst davor haben, dass der Partner fremd geht oder Vergleiche anstellt. Zudem kann man sich der Treue des Partners sicherer sein, denn wer vor der Ehe enthaltsam lebte, kann wohl auch leichter in der Ehe auf außerehelichen Sex verzichten. Diese Beziehung hat ein festes Fundament.
Eine Jungfrau ist ein noch nicht ausgepacktes Geschenk
Sexualität ist vergleichbar mit einem Geschenk. Nicht viele schaffen es, es erst dann auszupacken, wenn der Zeitpunkt dafür gekommen ist. Es wird leider auch dadurch erschwert, dass man dieses Geschenk durch die Freizügigkeit der Medien ständig vor Augen hat. Da ist der "Reiz des Auspackens" sehr groß. Hat man es getan, weiß man, was sich hinter dem Geschenk verbirgt. Die Folge ist, dass man sich am Tag der Bescherung nicht mehr richtig freuen kann. Wartet man allerdings geduldig auf den Termin, so steigert sich die Vorfreude ins Unermessliche. Die Spannung wächst. Es gibt nur wenige Menschen, die etwas Schönes aufschieben und geduldig darauf warten können, will man doch möglichst alles immer sofort haben.
Bekannte Gefahren
Anstatt Werbung für außerehelichen Sex zu machen, sollten die Medien mehr über die Sex und dessen Gefahren für Körper und Seele aufklären. Es ist schade und zugleich tragisch, dass so viele Ehen in die Brüche gehen. Die Scheidungsrate war noch nie so hoch wie heute. Oftmals sind Ehebruch oder mangelndes Vertrauen in den Partner der Grund. Niemand kommt dabei ohne Verletzungen davon. Folgen des "sexuellen Booms" der letzten Jahre sind leider auch Vergewaltigungen, (Kinder-) Pornographie, AIDS, Geschlechtskrankheiten, ungewollte Schwangerschaften (ungewollte Kinder?) und Abtreibungen.
Ein Beispiel aus Afrika: Uganda ist eines der wenigen Länder, das die Rate der HIV Infektionen sehr deutlich reduzieren konnte. Das Geheimrezept ist nicht die Verteilung von Kondomen oder die Verwendung von Pillen. Die Krankheit einzudämmen gelingt dort durch das Propagieren der ABC- Regel: Abstinence (= Enthaltsamkeit), Be Faithful (= Habe Glauben!) and use Condom only if you wont do the other two (= Benutze Kondome nur dann, wenn du die anderen beiden Regeln nicht einhalten kannst).
Dennoch findet man überall auf der Welt unzählbare verletzte Menschenherzen und eine allgemeine Taubheit gegenüber Gottes Willen.
Was sagt die Bibel zu dem Thema "Sex" und "Sex vor der Ehe"?
Zuallererst ist festzustellen, dass Sex nichts Anrüchiges oder Verbotenes ist. Gott hat den Menschen als Mann und Frau geschaffen und ihnen die Sexualität geschenkt
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Seid fruchtbar und mehret euch. 1. Mose 1, 28 |
Alles was vom Schöpfer kommt, ist gut. Gott sagt von sich selbst, dass Er die Liebe ist, und Er weiß daher genau, was sich zwischen zwei Menschen abspielen kann. Wenn man in der Bibel das Hohelied der Liebe liest, versteht man, was hiermit gemeint ist. Gott ist die Sexualität so wichtig (man öffnet sich, macht sich verletzlich, wird eins, ...), dass Er sie schützen möchte und ihr einen Rahmen gibt, in dem Er sie gestattet und segnet. Gemeint ist die Ehe, in der wir verantwortlich mit dem Geschenk der Sexualität umgehen sollen und Gott freut sich wohl nicht darüber, wenn wir ihm das Geschenk schon vor der Bescherung entreißen.
Sex "vor / außerhalb" der Ehe
Die Bibel schreibt nicht explizit von Sex vor der Ehe, sondern eher von Sex außerhalb der Ehe. Dies ist auch daher zu ergründen, da man früher kurz nach Eintritt der Geschlechtsreife heiratete oder verheiratet wurde. "Sex vor der Ehe" gehört nun aber auch zur Kategorie "Sex außerhalb der Ehe", was die Bibel als porneia (= Unzucht / Hurerei) ablehnt. Die Gefahr von vorehelichem Sex beschreibt schon
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Herr, wie kann ein junger Mensch leben, ohne schuldig zu werden? Psalm 119,9 |
Dies scheint für junge, hormongesteuerte Menschen ein Ding der Unmöglichkeit zu sein. Daraufhin rät Paulus:
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Damit ihr nicht der Unzucht verfallt, soll jeder Mann seine Ehefrau haben und jede Frau ihren Ehemann. 1. Kor. 7,2 |
Dies zeigt wie schwer es ist, gegen seine Hormone ankämpfen, sich selbst beherrschen zu wollen. Offenbar ein Kampf, der zum Scheitern verurteilt ist.
Achtung: Verführung! In Sprüche 7 lesen wir von einer Frau, die ihr Bett hergerichtet hatte und mit ihren umgarnenden Worten andere Männer bezirzte, betörte und zum Äußersten erregte. In Sprüche 5 bekommen wir einen gut gemeinten Ratschlag und zugleich eine Warnung: "Die Frau eines anderen Mannes kann sehr verführerisch sein [...] Geh einer solchen Frau aus dem Weg [...] Freu dich doch an deiner eigenen Frau! Ihre Liebe ist wie eine Quelle aus der immer wieder frisches Wasser sprudelt. [...] Der Herr sieht genau, was du tust; nichts bleibt ihm verborgen." Einzig und alleine scheint Flucht hier angebracht. Nicht nur, um sich selbst davor zu bewahren, sondern auch um Gott zu gefallen, dem nichts entgeht.
Ehebruch? Warum nicht gleich zum Schlachter?
Paulus warnt in 1. Kor. 16, 6 davor, mit jemand anderem als dem Ehepartner zu schlafen. Ein Mann, der sich auf eine Hure einlässt, wird gar mit einem Ochsen verglichen, der zum Schlachter geführt wird. Dies ist aber nichts Neues, denn bereits im Alten Testament können wir in den zehn Geboten lesen: "Du sollst nicht ehebrechen". Jahrhunderte später wird dieses scheinbar "überholte" Gebot von Jesus keineswegs revidiert. Nein, er verschärft es sogar, indem er sagt, dass Ehebruch bereits in den Gedanken (z.B. beim lüsternen Betrachten einer Frau) geschieht. Also muss neben der körperlichen Beherrschung, die für sich genommen schwer genug ist, auch die Einstellung des Herzens stimmen, denn "der Herr [...] sieht das Herz an" (1. Sam. 16, 7).
Auf das Herz kommt es also an. Auf meine Gefühle, meine Gedanken, meine Einstellungen, meine für mich angenommenen Werte, .... Dieses Gebot gilt, trotz aller Weiterentwicklung, auch noch Jahrhunderte nach Jesu Wirken. Unsere Gedanken und unser Herz sollen nicht "schmutzig" sein. Es stellt sich die Frage, ob diese Bedingung nicht übermenschlich ist? Warum wird das in der Bibel so eindeutig und krass dargestellt? Ist es nicht zu streng, sich daran zu halten? Wer kann denn überhaupt so viel Kraft aufbringen? Was spricht gegen das Erlebnis und den Spaß? Wem schade ich denn?
Das Problem des Ehebruchs ist auch darin zu suchen, dass das Verbotene seinen besonderen Reiz hat. Viele sprechen hierbei von einem Kribbeln im Bauch und besonderer Erregung, hat man doch dabei (oberflächlich gesehen) so viele Vorteile. "Es ist eben passiert."
Der Trieb ist eine Leidenschaft, die Leiden schafft
Paulus schreibt in seinem Brief an die Thessalonicher:
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Ungezügelte Leidenschaft ist ein Kennzeichen der Menschen, die Gott nicht kennen. 1. Thess. 4,5 |
Wer also seinen Trieben kampflos nachgibt, bezweifelt womöglich, dass es Gott gibt. Diese Menschen haben nach Epheser 4 bereits ein "abgestumpftes Gewissen", was automatisch mit einbezieht, dass sie auch kein "schlechtes Gewissen" bei ihren Handlungen haben können. Es ist schlecht um diese Erde bestellt, wenn selbst die Warnungen des Gewissens in den Wind geschlagen werden. Wenn man seinen selbstsüchtigen Wünschen nachgibt, führt dies "zu sexueller Zügellosigkeit, einem sittenlosen und ausschweifenden Leben"
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Zu sexueller Zügellosigkeit, einem sittenlosen und ausschweifenden Leben. Gal. 5,16f |
Dieses Leben scheint, weltlich betrachtet, mehr Spaß zu machen, als ein gezügeltes, gesittetes Leben.
Haben wir so wenig Selbstachtung, dass wir uns Bestätigung holen müssen? Sind wir nicht mehr wert als unsere Triebe? Ist es uns das "Fremdgehen" wert, andere zu enttäuschen und deren Vertrauen zu brechen? Haben wir noch Respekt vor der Würde des Mitmenschen oder reduziert man sich und den Partner auf die Rolle der paarungswilligen, triebgesteuerten Lebewesen? Haben wir Menschen die Feinfühligkeit für diese Problematik verloren? Betäubt das Gefühl der Ekstase unser Gewissen? Kommen die Weisungen Gottes bei uns nicht mehr an? Was treibt manche Menschen, die ihren Sexualtrieb im besonderen Maße nicht im Griff haben, dazu, sich im Extremfall sogar von ihm beherrschen lassen und ihm in perversen Formen nachzugehen? Wie sollen wir mit diesem brisanten Thema umgehen?
Wie kann man die Leidenschaft zügeln? Wer hat die Kraft zu widerstehen?
Ein gutes Beispiel liefert uns Josef, Jakobs Lieblingssohn. Er flieht vor Potifars Ehefrau. Diese versuchte, ihn um den Finger zu wickelten, sie lies ihn in ihr intrigantes Netz laufen und wollte mit ihm schlafen. Sie schaffte wahrscheinlich eine verführerische Atmosphäre (Kerzenlicht, Düfte, Reizwäsche, ...) in der Josefs Kreislauf verrückt spielen musste: Der Blutdruck stieg, seine Knie wurden weich und die Hände feucht. Sie kam ihm sicher derart nahe, dass wohl kein Mann mehr hätte widerstehen können. Josef diente Potifar und war somit auch seiner Frau zu Diensten verpflichtet. Warum also nicht dieses (süße) Opfer auf sich nehmen und der Chefin "gehorchen"? Potifar ließ seine Frau oft allein. Sicher sehnte sie sich nach Liebe und schaute sich deshalb den adretten, intelligenten Josef aus. Sollte Josef nicht diese verletzte Frau trösten? Außerdem war er solo, wem würde er also schaden? Nichts dergleichen: Er reißt sich von ihr los und "rettet" sich. Seine Begründung der Flucht ist aller Ehren wert: Er wollte sich nicht gegen Potifar und nicht gegen Gott versündigen (1. Mose 39).
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Wie sollte ich denn nun ein solch großes Übel tun und gegen Gott sündigen? 1. Mose 39,9b |
Diese übermenschliche Widerstandsfähigkeit hätte wohl nicht jeder in einer solchen Situation aufgebracht. Mit diesem Korb hatte Potifars Frau nicht gerechnet und war natürlich sehr verärgert. Deshalb sagte sie falsch aus, dass Josef ihr an die Wäsche gehen wollte. Somit kam er zu Unrecht ins Gefängnis, hatte also kurzfristig Nachteile. Langfristig gesehen war er der Gewinner. Er wurde aufgrund seiner Treue von Gott gesegnet ("Gott war mit ihm") und er erlebte in den nächsten Jahren eine steile Karriere. Es gibt ihn also doch, den lohnenden Verzicht. Gott zu gehorchen machte Josef frei.
Der große König David scheiterte an dieser Stelle: Er begeht Ehebruch und versucht es zu vertuschen. Gott weist ihn aber klar und deutlich zurecht, woraufhin David reumütig um Vergebung bittet. Dies zeigt uns, dass auch namhafte "Männer Gottes" nicht tadellos sind, und wir alle einen neuen Anfang wagen dürfen.
Was macht den Unterschied zwischen Josef und David aus? Hatte Josef mehr Willensstärke, den richtigen Charakter? Hielt er an seinen Prinzipien fest und hatte er sich besser im Griff? Kann ein Mensch das schaffen? Woher nimmt er diese Kraft?
Welchen Ausweg kann man allen empfehlen?
Es ist stets die Entscheidung jedes einzelnen, wie er in gewissen Situationen handelt. Vier Dinge sollte man beherzigen:
- Jeder Verführung bereits im Vorfeld aus dem Weg gehen. Sich nicht unnötigen Versuchungen aussetzen und somit angreifbar machen. Bestimmte Situationen meiden.
- Keine Rechtfertigungsgründe suchen (Die anderen machen es doch auch. / Liebe kann doch keine Sünde sein. / Ich muss üben. / Wem schade ich denn. / Ich tue dem anderen einen Gefallen. / Es ist halt passiert. / ...)
- Wenn es "hart auf hart" kommt: Rückzug oder Flucht.
- Andere Quellen der Kraft erschließen und das selbstsüchtige Wesen (mit allen Leidenschaften und Begierden) ablegen (Gal. 5, 24).
Wenn man dies ernsthaft einhalten möchte, sollte man also Beziehungen meiden, von denen man weiß, dass sie nicht von langer Dauer sein werden und nur auf Geschlechtsverkehr abzielen. Durch pornografisches Material schaden wir uns selbst. Wir bekommen ein perverses Bild von Sexualität und öffnen uns unbewusst für sie. Vorsicht: Sex kann auch süchtig machen! Wir sollten auf unsere Gedanken achten, da sie bekanntlich der Anfang unserer Taten sind. Geben wir gewissen Gedanken Raum, kann es passieren, dass sie mehr Platz in uns einnehmen, als uns lieb ist. In der Bergpredigt (Mt. 5) lesen wir, dass man sein Auge herausreißen solle, wenn es einen zur Sünde verführt. Gegen einen ersten Blick ist wohl nichts einzuwenden, man kann ja nicht mit geschlossenen Augen durchs Leben gehen. Verwerflich ist jedoch der zweite Blick, der bewusst gesteuert wird und mit den entsprechenden Gedanken behaftet ist.
Jeder weiß genau, von welchen Dingen er sich trennen sollte, auch wenn einem diese Trennung nicht leicht fällt. Bestimmte Internetseiten sollten nicht mehr besucht werden. Manche Zeitschriften gehören besser auf den Müll. Bilder und Videos sind zu löschen, wenn ich merke, dass sie mein Herz verunreinigen.
Kommt es zu einer scheinbar ausweglosen Situation, dann ist eine kluge Entscheidung gefragt. Oft hilft nur Trennung oder Flucht. Flucht ist in diesem Fall keine Schwäche, sondern sie zeugt von wahrem Mut und wahrer (Charakter-)Stärke. Jedes "Nein!" stärkt hierbei die Persönlichkeit. Die Frage lautet: "Bin ich Herr über meine Gefühle oder beherrschen die Gefühle mich?"
Natürlich ist gerade die Suche nach Kraftquellen nicht so einfach. Aber die Bibel zeigt uns Möglichkeiten: Die Kraft hierzu kommt von Gott selbst. Er gibt sie allen, die es ernst meinen und ihn darum bitten. Gott macht frei, wer sich unter Seine Herrschaft stellt. Er versorgt Seine Kinder und kämpft für sie. Gott kann uns zeigen, welche Dinge Ihm für unser Leben wichtig sind, so dass sie auch uns wichtig werden können. Unsere Gedanken werden sich dann um andere Themen drehen. Begeben Sie sich auf die Suche nach Gottes Plan für Ihr Leben. Suchen Sie Ihn von ganzem Herzen, mit ganzer Hingabe und all Ihrem Verstand. Nur Er kann echte Lebensfreude (nicht nur dieses kurze, hormonell bedingte Glücksgefühl) schenken, denn er hat alle Menschen geschaffen und liebt sie.
Geh, aber geh mit Gott
Sollten wir mal "schwach" geworden sein, geht es uns wie David. Es ist unfassbar, dass Gott uns unsere Verfehlungen vergibt, weil Er jeden Einzelnen bedingungslos liebt. Das bedeutet, dass wir immer Vergebung empfangen und einen Neuanfang wagen dürfen. Wenn wir es zulassen, kann Gott uns von Grund auf erneuern. Wir legen unser altes Leben ab und werden zu einem neuen Menschen. Dabei fallen wir wieder und wieder, doch er hebt und richtet uns jedes Mal wieder auf. Er kennt uns und liebt uns trotzdem. Ein Leben unter Gottes Führung ist etwas Wunderbares, denn
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die auf ihn schauen werden strahlen vor Freude und ihr Vertrauen wird nie enttäuscht Psalm 34, 6 |
Hat man die Gnade Gottes empfangen, muss man aber verantwortlich damit umgehen, denn er vergibt zwar gerne, aber...: "Gott hat euch zur Freiheit berufen [...] missbraucht eure Freiheit nicht als Freibrief zur Befriedigung eurer selbstsüchtigen Wünsche, sondern dient einander in Liebe. Das ganze Gesetz ist erfüllt, wenn dieses eine Gebot befolgt wird: „Liebe deinen Mitmenschen wie dich selbst." (Gal. 5, 13f). Menschen, die sich in Liebe dienen, nutzen ihren Partner nicht aus und benutzen ihn nicht. Sie schauen nicht auf ihren eigenen Vorteil. Sie beschäftigen sich mit der Frage: "Was kann ich tun, damit es meinem Gegenüber gut geht?" Eine derart investierte Liebe, fern von jedem Egoismus, füllt den Liebestank des Anderen. Ein angenehmer Nebeneffekt ist, dass man das erntet, was man sät. Denn: "Wie man in den Wald hineinruft, so schallt es heraus!"
Ein Erfahrungsbericht eines Paares
Ein Jahr nachdem sie sich kennen gelernt hatten, stand für das Paar fest, dass sie früher oder später heiraten werden (haben sie mittlerweile auch). Was hielt sie also davon ab, miteinander zu schlafen? Gesagt, getan. Nachdem sie sich aber verstärkt auf die Suche begeben haben, was Gott eigentlich möchte, kamen sie ins Grübeln, ob ihre Einstellung die richtige sei. Als sie sich dazu durchringen konnten, ließen sie eine Antwort Gottes zu. Aber erst als sie wirklich bereit waren, eine Antwort, egal wie sie lauten würde, zu akzeptieren und danach zu leben, bekamen sie diese unmissverständlich von Gott gesagt. Der erste, menschlich natürliche Gedanke des jungen Mannes war: "Warum hab ich überhaupt gefragt und war bereit, auf Sex zu verzichten?" Im Endeffekt versprachen sie sich aber aus freien Stücken und ganz bewusst, die verbleibende Zeit bis zur Hochzeit enthaltsam zu leben. Diese Erfahrung war keine Qual. Ganz im Gegenteil: Ihre Liebe zueinander wurde auf wundersame Weise erfrischt und erneuert. Sie sahen sich mit anderen Augen und lernten sich noch tiefer kennen und lieben, als je zuvor. Andere Dinge traten in den Vordergrund und wurden wichtig. Gott segnete ihren Verzicht damit, dass er ein untrennbares Band um sie legte und sie mit der "wahren Liebe" (1. Kor. 13, 4-7) beschenkte. Natürlich war dieser Rückschritt aber auch eine große Herausforderung, in der beide immer wieder auf die Probe gestellt wurden und sich gegenseitig an ihr Versprechen erinnern mussten. Sie waren aber davon überzeugt, dass Gott selbst zum Gelingen beitrug und ihnen die Kraft hierzu gab. Es wurde deutlich, dass Er ihnen vor ihrer Hochzeit diese tiefe Liebe zueinander, das starke Fundament und diese feste Bindung schenken wollte.
Was nun?
Stimmen werden laut, die behaupten, dass man sich von nichts und niemandem einzwängen oder etwas vorschreiben lassen darf. Jeder ist selbst seines Glückes Schmied und für sich verantwortlich. Man soll doch das tun dürfen, was man für richtig hält und sich keine Last (= geduldig bis zur Hochzeit warten?) selbst aufbürden. Hat nicht jeder ein Recht auf die Entfaltung seiner Persönlichkeit? - Ja! Richtig!
Es gibt sicherlich nicht "die" Lösung, die für alle gleich bedeutsam und gleich richtig sein kann. Jeder sollte auf sein Herz hören und Gott in seine Überlegungen mit einbeziehen. Es ist falsch, sich etwas aufzubürden, wenn noch nicht klar ist, ob man die anvisierten Ziele wirklich erreichen kann und will. Wer sich den Gürtel der Keuschheit anlegt, muss dies freiwillig, wohl durchdacht und mit der Gewissheit tun, dass Gott seinen Segen zuteilt. Wird die Enthaltsamkeit erzwungen, kann der Schuss nach hinten losgehen.
Leider scheint sich ein übles Motto unter Jugendlichen zu verbreiten: "Die wern gnumme, wie se kumme!" Scheinbar wahllos werden Zielobjekte ausgeguckt. Man sollte sich vielmehr genau überlegen, wem man seine Jungfräulichkeit schenkt, denn man bekommt sie nie wieder!
Sind Sie bereit, für eine veränderte Sichtweise auf dieses brisante und heute leider verharmloste Thema? Überprüfen Sie den Wahrheitsgehalt der Medien und orientieren Sie sich an der Realität. Reflektieren Sie Ihr Verhältnis zur Sexualität und seien Sie ehrlich zu sich selbst, ob es verändert werden sollte. Überlegen Sie sich außerdem früh genug und genau, wie Sie mit der "schönsten Sache der Welt" umgehen wollen. Befinden Sie sich nämlich bereits in einer gewissen Situation (die mit Sex enden könnte), kann kein Mensch mehr eine vernünftige Entscheidung treffen. Wenn die Hormone verrückt spielen, steht der Verstand still. Wenn das Feuer der Leidenschaft brodelt, dann können alle guten Vorsätze wie Wachs dahin schmelzen. Also geht es darum, schon vorher mit der Partnerin / dem Partner über die einzelnen Ansichten zu reden. Es geht darum, sich ein gutes Gewissen zu bewahren, denn: "Selig sind, die ein reines Herz haben, denn Sie werden Gott sehen." (Mt. 5, 8) Ist Ihr Herz bereits verwundet, dann lassen Sie es heilen. Geben Sie Jesus die Gelegenheit Ihr Herz und Ihre Einstellung zu erneuern. Er will, dass wir von unserem alten Wesen befreit leben und diese Freiheit genießen.
Ich hoffe, Sie als Leser haben erkannt, dass es nicht darum geht, Sexualität schlecht zu reden oder eine Moralpredigt zu halten. Das Unglaubliche ist aber, dass wir durch Jesus völlig neu ausgerichtet werden können, wenn wir es selbst zulassen und auch wollen. Wer das nicht möchte, kann sich weiterhin an den weltlichen Dingen des Lebens erfreuen. Er ist deshalb auch kein "schlechterer Mensch". Es kann aber sein, dass er die göttlichen Dinge verpasst. Was diese sind, sollte jeder selbst herausfinden!
Wie wollen Sie Ihr Leben gestalten? Was ist Ihnen wichtig? Was ist es, was zählt und wirklich glücklich macht? Hat das Leben einen Sinn? Der Maßstab, nach dem unser Leben beurteilt wird, ist nicht das scheinbar normale (was die Mehrheit denkt und tut), sondern was Gott in seinem Wort gesagt hat. Gott will uns nicht den Spaß verderben, sondern echte Lebensfreude und wahre Liebe schenken, die wir untereinander weitergeben dürfen.