|
Urknalltheorie wird angegriffen |
Offener Brief an die Wissenschaftlergemeinde
abgedruckt in „New Scientist" vom 22. Mai 2004
Die Urknalltheorie wird von sehr bekannten Forscherpersönlichkeiten zur Diskussion gestellt. Sie haben in dieser Sache den folgenden offenen Brief unterzeichnet, und ihn an die Gemeinde der Wissenschaftler gerichtet. Ein solcher Vorgang kommt nicht häufig vor und erst recht nicht seine Veröffentlichung im „New Scientist":
Die Urknalltheorie basiert auf einer wachsenden Anzahl von hypothetischen Bestandteilen, also Dingen, die man nie beobachtet hat, zum Beispiel Inflation, dunkler Materie und dunkler Energie, um die wichtigsten zu nennen. Ohne diese gäbe es einen fatalen Widerspruch zwischen den Beobachtungen, welche die Astronomen machen, und den Voraussagen der Urknalltheorie. In keinem anderen Gebiet der Physik würde dieser fortwährende Bezug auf hypothetische Objekte anerkannt, um die Kluft zwischen Theorie und Beobachtungen zu überbrücken. Man würde die Gültigkeit der zu Grunde gelegten Theorie mindestens ernsthaft in Fragen stellen.
Doch die Urknalltheorie kann nicht ohne diese unschönen Faktoren überleben. Ohne das hypothetische Inflationsfeld kann die Urknalltheorie die gleichmässig verteilte Mikrowellen-Hintergrundstrahlung, die wir beobachten, nicht voraussagen. Es gäbe dann für Teile des Universums, die heute mehr als einige Grade am Himmel voneinander entfernt sind keine Möglichkeit, um zur selben Temperatur zu kommen und dadurch dieselbe Menge an Mikrowellenstrahlung auszusenden. Ohne eine Art dunkler Materie, die irgendetwas anderes ist, als was wir auf der Erde während den letzten 20 Jahren experimentell beobachtet haben, würde die Urknalltheorie bezüglich der Dichte der Materie im Universum widersprechende Voraussagen machen. Die Inflation verlangt eine 20 Mal grössere Dichte als die, welche durch die Urknall-Kernsynthese entstehen konnte, d.h. durch die Theorie, die die Entstehung der leichten Elemente erklärt. Und ohne die dunkle Energie sagt die Theorie voraus, dass das Universum nur etwa 8 Milliarden Jahre alt sei, was um Milliarden Jahre jünger ist als das Alter vieler Sterne in unserer Galaxie.
Hinzu kommt noch, dass sich die Urknalltheorie keiner quantitativen Voraussagen rühmen kann, die anschliessend durch Beobachtungen bestätigt wurden. Der Erfolg der Theorie, den die Befürworter vorbringen, besteht lediglich in ihrer Fähigkeit, im Nachhinein mit den Beobachtungen in Einklang gebracht zu werden dank einem ständig zunehmenden Satz von anpassbaren Parametern. Genau so war Ptolemäus mit seiner Erdzentrierten Kosmologie dazu gezwungen, Schicht auf Schicht von Epikzyklen hinzuzufügen.
Die Urknalltheorie ist nicht der einzige vorhandene Rahmen, um die Geschichte des Universums verstehen zu können. Sowohl die Plasma-Kosmologie als auch das Steady-state Modell beruht auf einem sich entwickelnden Universum, das weder Anfang noch Ende hat. Diese und andere Alternativen können die grundlegenden Phänomene des Kosmos erklären, inbegriffen die Häufigkeit der leichten Elemente, der Entstehung von Strukturen auf der grössten Skala, die kosmische Hintergrundstrahlung, und warum die Rotverschiebung von weit entfernten Galaxien mit der Distanz zunimmt. Sie haben sogar neue Phänomene vorausgesagt, die anschliessend beobachtet wurden, etwas, das die Urknalltheorie bisher nicht zustande brachte.
Die Befürworter der Urknalltheorie werden entgegenhalten, dass diese Theorien nicht alle kosmologischen Beobachtungen erklären könne. Das ist nicht verwunderlich, denn ihre Entwicklung ist wegen fehlenden Forschungsgeldern schwer behindert worden. In Wirklichkeit können solche Fragen und Alternativen nicht einmal frei diskutiert und geprüft werden. In den meisten Mainstream-Konferenzen fehlt der offene Austausch von Ideen. Richard Feynman hat zwar gesagt „Wissenschaft ist die Kultur des Zweifels", aber trotzdem werden in der Kosmologie weder Zweifel noch andere Meinungen toleriert. Junge Wissenschaftler lernen es, still zu sein wenn sie etwas Negatives zum Standard-Urknallmodell zu sagen haben. Denn wenn sie am Urknall zweifeln, müssen sie befürchten, dass man ihnen die finanzielle Unterstützung entzieht.
Sogar die Beobachtungen werden durch diesen einseitigen Filter interpretiert. Was richtig und was falsch ist, ist abhängig davon, ob es den Urknall unterstützt. Daher werden abweichende Daten über die Rotverschiebung, die Lithium- und Heliumhäufigkeit, die Verteilung der Galaxien, und andere wichtigen Themen entweder beiseite geschoben oder lächerlich gemacht. Dies reflektiert ein zunehmend dogmatisches Vorurteil, das dem Geist einer freien wissenschaftlichen Untersuchung fremd ist.
Heute sind praktisch alle finanziellen und experimentellen Möglichkeiten in der Kosmologie auf die Untersuchung des Urknalls ausgerichtet. Forschungsgelder kommen nur von wenigen Stellen, und alle Begutachtungskomitees, die sie kontrollieren, werden von Befürwortern des Urknalls dominiert. Dadurch wurde die Vorherrschaft des Urknalls innerhalb des Faches selbst erhaltend, unabhängig von der Gültigkeit der Theorie.
Durch die Unterstützung von Projekten die ausschliesslich innerhalb des Urknallrahmens liegen, wird ein grundlegendes Element der wissenschaftlichen Methode untergraben, nämlich die beständige Überprüfung der Theorie durch Beobachtungen. Eine solche Einschränkung macht die unvoreingenommene Diskussion und Forschung unmöglich. Um dies zu korrigieren, ersuchen wir die Stellen, die die Arbeit in der Kosmologie finanzieren, dringend, einen erheblichen Teil der Mittel für Untersuchungen von alternativen Theorien und für beobachtete Phänomene, die im Widerspruch zum Urknall sind, auf die Seite zu legen. Um Voreingenommenheit zu vermeiden, könnten die Komitees, welche diese Mittel bewilligen, aus Astronomen und Physikern zusammengesetzt werden, die ausserhalb des Gebietes der Kosmologie arbeiten.
Wenn Mittel für Untersuchungen in die Gültigkeit des Urknalls und seiner Alternativen bewilligt werden, würde dies dem wissenschaftlichen Prozess erlauben, unser bestes Modell der Geschichte des Universums herauszufinden.
Es folgen die Unterschriften von 34 Wissenschaftlern, die zuerst unterzeichnet haben. Weitere (auch von Ingenieuren) finden sich auf: www.cosmologystatement.org
Halton Arp, Max-Planck-Institute Fur Astrophysik (Germany)
Andre Koch Torres Assis, State University of Campinas (Brazil)
Yuri Baryshev, Astronomical Institute, St. Petersburg State University (Russia)
Ari Brynjolfsson, Applied Radiation Industries (USA)
Hermann Bondi, Churchill College, University of Cambridge (UK)
Timothy Eastman, Plasmas International (USA)
Chuck Gallo, Superconix, Inc.(USA)
Thomas Gold, Cornell University (emeritus) (USA)
Amitabha Ghosh, Indian Institute of Technology, Kanpur (India)
Walter J. Heikkila, University of Texas at Dallas (USA)
Michael Ibison, Institute for Advanced Studies at Austin (USA)
Thomas Jarboe, University of Washington (USA)
Jerry W. Jensen, ATK Propulsion (USA)
Menas Kafatos, George Mason University (USA)
Eric J. Lerner, Lawrenceville Plasma Physics (USA)
Paul Marmet, Herzberg Institute of Astrophysics (retired) (Canada)
Paola Marziani, Istituto Nazionale di Astrofisica, Osservatorio Astronomico di Padova (Italy)
Gregory Meholic, The Aerospace Corporation (USA)
Jacques Moret-Bailly, Université Dijon (retired) (France)
Jayant Narlikar, IUCAA(emeritus) and College de France (India, France)
Marcos Cesar Danhoni Neves, State University of Maringá (Brazil)
Charles D. Orth, Lawrence Livermore National Laboratory (USA)
R. David Pace, Lyon College (USA)
Georges Paturel, Observatoire de Lyon (France)
Jean-Claude Pecker, College de France (France)
Anthony L. Peratt, Los Alamos National Laboratory (USA)
Bill Peter, BAE Systems Advanced Technologies (USA)
David Roscoe, Sheffield University (UK)
Malabika Roy, George Mason University (USA)
Sisir Roy, George Mason University (USA)
Konrad Rudnicki, Jagiellonian University (Poland)
Domingos S.L. Soares, Federal University of Minas Gerais (Brazil)
John L. West, Jet Propulsion Laboratory, California Institute of Technology (USA)
James F. Woodward, California State University, Fullerton (USA)
CERN-Urknall-Schwarzes Loch
Mitte September wurde der mit der Abkürzung LHC (Large Hadron Collider) bezeichnete Teilchenbeschleuniger im europäischen Kern- forschungszentrum CERN, bei Genf in der Schweiz, erstmals angefahren. In den Medien wurde darüber berichtet. Es handelt sich dabei um ein gewaltiges technisches Wunderwerk. Im Prinzip ist es ein kreisför- miger, von Hallen unterbrochener Tunnel von 26,7 km Länge, der etwa 100 m unter der Erdoberfläche liegt.
Die Anlage beinhaltet ein System von Vakuumröhren und ist gespickt mit jeder Menge komplizierter Beschleunigungs- Kühl-,Steuer-, Mess- und anderer Apparaturen, zum Teil tonnenschwer und in der Größe von Ge- bäuden. Es spricht für die hohe Qualität dieser Anlage, dass der An- lauf ohne Fehler verlief, was bei der ungeheuren Menge ineinander- greifender Bauteile, fast an ein Wunder grenzt.
Leider hat es zwischenzeitlich aber technische Probleme gegeben, und es ist nicht sicher ob es, wie beabsichtigt, im Oktober so richtig losgehen kann, wo dann Protonen gegenläufig bis auf nahezu Licht- geschwindigkeit beschleunigt werden sollen um dann mit voller Wucht aufeinanderzuprallen. Die dabei freigesetzte gewaltige Energie soll dazu beitragen neue Teilchen, einschließlich solcher, die bislang nur hypothetisch vermutet werden, zu finden und deren Wechselwirkungen aufzuspüren. Die Anlage gleicht so einem riesigen Mikroskop mit dem man immer tiefer in die allerkleinsten Bausteine der Materie hinein- blicken kann.
Noch niemand hat im übrigen ein Photon gesehen. Photonen sind positive Ladungen, Gegensatz zu den Elektronen, die negativ geladen sind. Beide können sowohl als Wellen wie auch als Teilchen auftreten. Was es letztendlich "wirklich" ist, weiß im Grunde niemand so genau.
Die anfallende Datenflut ist dabei so groß, dass sie, pro Sekunde 150 000 beschriebenen CDs entspricht. Die Auswertung wird Jahre dauern und ist nur durch das Zusammenschalten mehrerer Hundertausend Rechner - die mit Hochgeschwindigkeitsrechnern vernetzt sind - zu bewältigen.
Vom Ergebnis des Experiments erhofft man sich Rückschlüsse auf die Entstehung des Universums und damit auch eine Antwort auf die Frage, warum es uns überhaupt gibt. Die Leitidee ist, eine einheitliche mathematische Beschreibung der materiellen Welt, eine Weltformel, mit der sich alles beschreiben lässt, zu finden.
Das Forschen ist eine der schönsten Aufgaben, der Menschen nach- gehen können. Zwei Fragen wird der Teilchenbeschleuniger aller- dings nicht beantworten können, nämlich die, welches "Motiv" der Schöpfung zu- grunde lag und woher die Neugierde des Menschen stammt, etwas über die Ursachen seiner Existenz herauszufinden.
Das lässt sich eigentlich nur mit dem Wort Gottes beantworten. Da wird von der Liebe und Schaffensfreude Gottes berichtet und in Psalm 77, 7 steht "Mein Geist muss forschen". Gott hat dem Menschen ins Herz gegeben, dass er nach dem Woher und Wohin fragt, und Gott wünscht sich, dass wir dabei auch IHN erkennen, nach IHM fragen und eine Beziehung zu IHM aufbauen. Bei all diesen Forschungsarbeiten erfahren wir sehr viel über die letztlich unbegreiflichen Wunder der Schöpfung.
Und wohl dem, der dann mit der Aussage in Römer 1,20 einig gehen kann, wo es heißt: "Denn Gottes unsichtbares Wesen, das ist seine ewige Kraft und Gottheit, wird seit der Schöpfung der Welt ersehen aus seinen Werken, wenn man sie wahrnimmt." Paulus fügt zu dieser, als "Allgemeine Gottesoffenbarung" bezeichneten Aussage noch hinzu, dass diejenigen, die Gott leugnen, deshalb einmal keine Entschuldigung haben werden, wenn sie Gottes Liebe ausgeschlagen haben. Von daher trifft die Forscher eine besondere Verantwortung.
So interessant das beabsichtigte Experiment auch ist - ich wage die Prognose, dass man hinterher, hinsichtlich der Erschaffung der Welt, nicht schlauer als vorher sein wird. Ich halte dieses Experiment deshalb allerdings nicht für überflüssig, weil hier immer jede Menge andere und überraschende Erkenntnisse gewonnen werden, die sich ander- weitig verwerten lassen.
Nach Auswertung der Daten wird man ganz sicher zu ganz unter- schiedlichen Schlussfolgerungen und Theorien, die sich möglicherweise widersprechen, kommen. Und man wird schon jetzt davon ausgehen können, dass man anschließend von einer Weltformel weiter denn je entfernt sein wird, weil eine überwältigende Fülle neuer Fragen aufgetaucht sein wird, die zuerst beantwortet werden müssen.
Dafür spricht, dass sich der gedachte Anfang des Universums in Gestalt eines Urknalls, und damit der Urzustand, nicht wiederherstellen lässt, sondern sich dies in dem Teilchenbeschleuniger nur sehr unvollständig und ansatzweise nachahmen lässt, womit schon ganz Entscheidendes fehlt.
Das Allerentscheidendste ist für mich allerdings die Frage, inwieweit menschlicher Verstand überhaupt ausreicht, die uns letztlich verborgen bleibenden letzten Ursachen und Wirkungsweisen zu verstehen. Der Optimismus der Forscher scheint da fast etwas naiv: Man glaubt tatsächlich, dass alle Dinge so beschaffen sind, dass man sie verstehen kann und dass dies alles ausgerechnet in das Volumen unseres Erkenntnisvermögens passt.
Und hier ist es so, dass es immer am allerersten, unvorstellbar kurzen, aber alles entscheidenden Augenblick, man könnte sagen an dem, "Gott sprach", fehlt, der sich hartnäckig allem Forschen widersetzt, und Forschen kann erst ab dem Zeitpunkt einsetzen, ab dem etwas vorhanden war, das sinnvollen Überlegungen zugänglich ist. Was winzig kurz davor lag, lässt sich mit den bekannten Naturgesetzlich- keiten weder erfassen, noch erklären, noch verstehen.
Vor diesem sogenannten Urknall gab es der Theorie nach, weder Raum noch Zeit, weshalb die Frage nach dem "Vorher" sinnlos ist. Der Theorie nach, ist der Kosmos, in dem wir uns befinden, der Punkt, der am Anfang stand und der sich bis zur heutigen Größe ausgedehnt hat. Auch die Frage nach dem "Außerhalb" macht, so gesehen, wenig Sinn.
Das Wort Gottes spricht hier von der Kraft und Weisheit Gottes, dem kein Ding unmöglich ist und der mit seinem Wort alle Dinge aus dem Nichts gerufen hat, dass sie sind. Wie so etwas möglich ist, entzieht sich unserem Begreifen. Hierüber liegt ein Schleier des Geheimnisses vor dem wir nur anbetend staunen können.
Leider gibt es auch immer wieder christliche Kreise, die sich in Schwarzmalerei gefallen und allem Unbekannten ängstlich gegenüber- stehen. In einer solchen Publikation wurde von einem möglichen "Welt- untergang" infolge des CERN-Experiments berichtet, wobei der Begriff "Schwarzes Loch" für Horrovisionen sorgte.
Da die von einem Körper ausgehende Schwerkraft bei dessen Verdichtung zunimmt, kann, rein theoretisch, aus allem ein "Schwarzes Loch" gemacht werden. In der Astronomie weiß man von "Schwarzen Löchern", die entstehen, wenn Sterne von mehrfacher Sonnenmasse auf die Größe eines mathematischen Punkts gepresst werden. Die Masse schrumpft, der Theorie nach, dabei gewissermaßen aus dem drei- dimensionalen Universum hinaus. Die Schwerkraft wird dabei so gigantisch, dass selbst das Licht nicht mehr fortkommt (deshalb "schwarz" = unsichtbar) und alle in der Umgebung liegenden Himmelskörper in das Schwarze Loch eingesogen werden.
Bei dem Experiment könnten, nach Auffassung der Physiker, Schwarze Mini-Löcher entstehen, die allerdings sofort wieder zerfallen und deshalb völlig ungefährlich sind. Den Skeptikern sei zudem gesagt, dass die Teilchen, die seit Urzeiten Erde und Mond bombardieren, ganz wesentlich ernergiereicher sind, als das, was im LHC erzeugt wird.
Hierzu ist noch anzumerken: Nicht der Mensch setzt der Welt ein Ende, sondern Gott bestimmt Anfang und Ende, und ich denke, dass Gott in seiner Weisheit alle die Dummheiten, zu denen der homo sapiens fähig ist, vorausgesehen und wohlweislich dafür gesorgt hat, dass die Bäume nicht in den Himmel wachsen. Dazu fällt mir dann nur noch 1. Mose 11, Vers 5 ein: "Und da fuhr der Herr hernieder, dass er sähe die Stadt und den Turm (dessen Spitze bis zu Gott, an den Himmel reichen sollte) den die Menschkinder bauten."